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Lokales

11. Dezember 2017 | 12:27 Uhr

Selbstbewusst, aber nicht euphorisch

vom

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2010 | 07:08 Uhr

Rostock | "Euphorie im Fußball ist meistens kontraproduktiv", wie Hansa-Trainer Peter Vollmann in diesen Tagen stets betont. Der 52-Jährige möchte nach fünf Erfolgen aus sechs Partien und Platz zwei hinter den Kickers Offenbach eventuell aufkommende Träumereien innerhalb der Truppe sowie im Umfeld des Vereins sofort im Keim ersticken. Denn immerhin ist die Saison lang, stehen in der 3. Liga noch 32 Spieltage auf dem Programm. Zudem ist der Kader der Rostocker dünn, und auf dem Transfermarkt konnte aufgrund der klammen Clubkasse nicht mehr nachgelegt werden. "Mit Björn Ziegenbein (kam vor knapp zwei Wochen vom SV Wehen Wiesbaden - d. Red.) haben wir ja noch jemanden verpflichtet, so dass wir aktuell 17 gesunde Feldspieler haben. Das ist nicht viel, auch vor dem Hintergrund, dass demnächst die Zeit der Erkältungen beginnt und später auch Sperren nach gelben Karten hinzukommen könnten. Doch einen weiteren Neuzugang gibt es nicht", so der Trainer.

Des Weiteren sind die Rostocker bislang nicht auf die derzeitigen Top-Teams der Liga getroffen. Bestplatzierter Verein, gegen den der FCH schon spielte, ist Zweitliga-Mitabsteiger TuS Koblenz (2:0), der momentan den achten Rang einnimmt. "Die richtig starken Kontrahenten kommen erst noch. Nach Babelsberg geht es zu Offenbach, anschließend steht Braunschweig an. Die Duelle gegen diese Kontrahenten werden richtungweisend sein", sagt Vollmann, der aber auch selbstbewusst anfügt, dass fünf Siege aus sechs Spielen kein Zufall seien.

Seine Befürchtung, die Truppe könnte sich von der aufkeimenden Euphorie anstecken lassen, die nach dem 7:2 gegen Unterhaching im heimischen Stadion unter den Fans herrschte, scheint unbegründet. "Solch ein Spiel habe ich noch nie erlebt. Das werde ich mir mehrmals anschauen müssen. Aber deswegen braucht keiner durchzudrehen. So etwas können wir nicht gebrauchen. Wir kommen über das Kollektiv. Das ist unsere Stärke. Und sollte doch ein Spieler die Haftung verlieren, holt ihn die Mannschaft ganz schnell wieder auf den Boden zurück", ist sich Rostocks Flügelflitzer Tobias Jänicke sicher. Doch auch beim 21-Jährigen spürt man das gestiegene Selbstvertrauen nach dem guten Saisonauftakt: "Diese Punkte kann uns keiner mehr nehmen. Jetzt kommen aber Gegner von anderem Kaliber. Mal sehen, wie wir gegen diese bestehen werden."

Manchmal riskieren die Rostocker dann aber doch einen Blick auf die Tabelle. "Natürlich macht man das, warum denn auch nicht? Mit 15 Punkten sind wir nun einmal ganz gut gestartet", so Abwehrmann Michael Wiemann.

Zu weit in die Zukunft will dann aber niemand schauen. "Wir wissen nicht, was alles passiert. Unser Kader ist klein, und es darf sich einfach niemand mehr verletzen. Kommen wir gut durch, ist sicherlich eine Menge möglich. Aber zunächst ist es ratsam, nur von Spiel zu Spiel zu gucken. Damit sind wir bislang gut gefahren", so Kapitän Sebastian Pelzer.

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