Fischveredlungsunternehmen Marlin Seafood aus Valluhn : Segelfisch und Mahi Mahi für besondere Anlässe

Der Indo-Pazische Segelfisch, hier als geräuchertes Schaustück, wird vom Unternehmen Marlin Seafood an Gourmets angeliefert.
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Der Indo-Pazische Segelfisch, hier als geräuchertes Schaustück, wird vom Unternehmen Marlin Seafood an Gourmets angeliefert.

Hochbetrieb herrscht derzeit beim Fischverarbeiter Marlin Seafood: Norwegischer Zuchtlachs wird als Rohware zu Räucherlachs und Graved-Lachs veredelt. Das Karpfengeschäft ist in den letzten Jahren leider zurückgegangen.

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23. Dezember 2010, 05:47 Uhr

Valluhn | Hochbetrieb herrscht derzeit beim Fischverarbeiter Marlin Seafood im Megapark Valluhn-Gallin: Norwegischer Zuchtlachs wird als Rohware zu Räucherlachs und Graved-Lachs veredelt. "Das ist unser Hauptgeschäft", so Geschäftsführer Dietmar Repka, "da kommen drei bis vier Tonnen die Woche zusammen. Nebenher übernehmen wir Aufträge für den Discount-Bereich, hier produzieren wir geräucherte Makrelen in Größenordnungen von zwei bis drei Tonnen in der Woche." Die Rohware kommt aus norwegischen Fanggebieten, ergänzte Dietmar Repka. "Des weiteren haben wir jetzt einen größeren Auftrag in Arbeit, wir liefern Bratheringe für Netto in Stavenhagen aus. Die bereits fertig gebratenen Fische kommen in einen Aufguss und gehen dann am 30. Dezember dieses Jahres raus. Insgesamt sind das 26 Paletten mit 500 Bechern à 500 Gramm Einwaage je Palette", lässt sich dazu der Marlin-Seafood-Geschäftsführer vernehmen.

Derzeit sind im Unternehmen im Gewerbepark an der A 24 insgesamt 30 Stammkräfte beschäftigt, aber auch Leiharbeiter finden hier Arbeit. Aufgrund rückläufiger Auftragslagen musste im letzten Jahr Personal abgebaut werden. "Tagtäglich führen wir einen harten Kampf am Markt, denn es gibt ja noch andere Unternehmen im Land. Zudem machen uns steigende Rohwarenpreise zu schaffen", so Repka, und lässt nicht unerwähnt, dass es in Kühlungsborn noch eine reine Fischräucherei gibt. Dennoch ist Marlin Seafood in Westmecklenburg das einzige Unternehmen im Bereich der Fischveredlung und kann auf viele Abnehmer und Stammkunden bauen. Und stolz können die Fischveredler aus Valluhn darauf sein, am 1. Dezember 2010 auf das zehnjährige Bestehen zurückblicken zu können.

Exotische Meerestiere aus Neuseeland

Das Karpfengeschäft, zu den Weihnachtsfeiertagen eigentlich ein Renner, ist in den letzten Jahren leider zurückgegangen. "Diese weihnachtliche Tradition, als Festessen einen Edelfisch zu präsentieren, wird bei vielen anscheinend nicht mehr fortgeführt. Am ersten Weihnachten nach unserer Firmengründung hatten wir rund fünf bis sechs Tonnen an Karpfen unter die Kunden gebracht, aktuell sind es jetzt noch etwa 500 bis 600 Kilogramm", so Dietmar Repka. Für ihn selbst steht außer Frage, was es zu Heiligabend und zu Silvester im Hause Repka gibt: Karpfen Blau mit Buttersauce und Meerrettich. "Dann kommt die ganze Familie zusammen, acht Erwachsene und drei Enkel. Den Karpfen muss ich dann kochen, und das mache ich frei heraus, ohne Rezept. Ich weiß, was ich da an Salz nehmen muss", schmunzelt der Fischexperte. "Wir bevorzugen Wildkarpfen ab sieben Kilogramm aufwärts, die von Fischern aus Schwerin kommen. Die Karpfen, die wir unseren Kunden anbieten, beziehen wir von Fischern aus der Lewitz."

Spezialisiert hat sich Marlin Seafood auf das Räuchern von exotischen Fischen aus dem Indischen und Pazifischen Ozean. Beim Rundgang zeigt Dietmar Repka auch gleich auf ein solches Prachtexemplar, das als Schaustück für ein besonderes Büfett gedacht ist - und dann natürlich auch verzehrt wird. Bei dem geräucherten Burschen handelt es sich um einen Indo-Pazifischen Segelfisch, der so genannt wird, weil seine Rückenflosse wie ein Segel aufgestellt ist. Weitere besondere Fische, die hier verarbeitet werden, sind der Mahi Mahi, eine Königsmakrele aus dem Indischen Ozean. "Schwertfische, Segelfische und Zackenbarsche werden von den Kunden gern bestellt. Die Aufträge laufen über einen Großhändler aus den alten Bundesländern, der dann die exklusive Ware bis nach Österreich und in die Schweiz liefert", erklärt Dietmar Repka und ergänzt, dass die Tiere schon das ganze Jahr über gekauft werden. "Wir beziehen diese zum Beispiel aus Neuseeland und Sri Lanka." Diese zwischen 10 und 60 Kilogramm schweren Fische zu räuchern, ist sehr arbeitsaufwändig und verlangt hohes fachliches Können, der Fisch muss fixiert werden. "Wir haben einen Fachmann in der Räucherei, der das schon jahrelang macht. Von den zwischen 50 und 60 Kilogramm schweren Fischen können bis zu 16 Stück in den Ofen. Eine große Herausforderung für uns."

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