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Lokales

19. August 2017 | 07:20 Uhr

Seebären fürchten Wasser

vom

Gartenstadt | Auch wenn sie keine Geschwister sind - die zwei kleinen Seebärenkinder im Rostocker Zoo weichen sich nicht von der Seite. Die vier Wochen alten Babys sind vollkommen auf sich gestellt. Von den Tierpflegern bekommen sie keine Sonderbehandlung. "Im natürlichen Lebensraum wären sie auch den ganzen Tag allein, weil die Mütter auf Fischfang sind", sagt Tierpfleger Lars Purbst. Das von Seebärenmutter Egoli zur Welt gebrachte Männchen ist schon jetzt von dem Weibchen zu unterscheiden. Es hat einen viel dickeren Kopf und ist etwas größer als die Tochter von Seebärin Daisy.

Von dem noch namenlosen Nachwuchs hat der Pfleger vor vier Wochen bereits bei Dienstbeginn erfahren: "Vom Verwaltungsgebäude aus habe ich ein lautes Gequake gehört." Am Wasserbecken angekommen sah er die schwarzen Seebären am Ufer. "Ich und meine Kollegen haben dann nur geguckt, ob auch alles dran und die Nabelschnur ab ist", so Purbst. Mittlerweile haben die Kleinen sämtliche Gesundheitschecks hinter sich und ihren Chip zur Wiedererkennung bekommen. Solange sich alle miteinander verstehen, dürfen die Kleinen mit der ganzen Familie spielen. "Doch wenn Vater Ron die Mütter oder den Nachwuchs zu sehr bedrängt, trennen wir sie von ihm", so Purbst. Auch wenn der massige Ron ein lieber Geselle sei, könne er seine Kraft schwer einschätzen. Bisher klappe es allerdings gut.

Mit dem Wasser haben es die 7,5 und 8,5 Kilogramm leichten Säuger noch nicht so sehr. "Nur wenn ihre Mütter sie hineinschupsen oder sie aus Versehen ins Wasser plumpsen, schwimmen sie etwas im Becken", sagt der Tierpfleger. Ansonsten sonnen sie sich lieber am Ufer. Die beiden genießen in aller Ruhe ihr Babydasein. "Denn solange sie gesäugt werden, dürfen sie machen, was sie wollen", sagt er. Erst wenn sie Fische fressen können, müssen sie lernen, die Rangordnung im Gehege einzuhalten.

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erstellt am 27.Jun.2011 | 06:34 Uhr

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