Schwimmhallen-Votum vertagt

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09. September 2010, 01:57 Uhr

Grosser Dreesch | Eine klare Zustimmung bliebt den Schwimmhallen-Plänen der Stadtverwaltung sogar am Großen Dreesch selbst verwehrt. Der Ortsbeirat sprach sich in seiner Sitzung am Dienstagabend zwar einstimmig für den Standort aus. Die im Sommer vorgelegten Neubauplänen wollte das Gremium aber nicht bedingungslos abnicken. Grund: Die ausgereichten Informationen seien noch nicht umfangreich und verständlich genug. Den Verwaltungslaien lediglich zahllose Schriftstücke und Pläne unkommentiert weiterzuleiten, reiche für ein fundiertes Urteil nicht aus, so der Tenor. Der Ortsbeirat fordert die Stadt auf, während der nächsten Sitzung, die gemeinsam mit den Ortsbeiräten Neu Zippendorf und Mueßer Holz stattfinden soll, eingehend über die Halle selbst, aber auch die Zuwegung, Parkplätze und mögliche Verkehrsprobleme zu referieren, die auftreten könnten, wenn das einzige Schweriner Bad auf dem Großen Dreesch steht.

"Es ist nicht unsere Aufgabe, darüber zu spekulieren, ob sich die Stadt einen Neubau für 13 Millionen Euro hier leisten kann", sagte Eckhard Kersten. "Als Ortsbeirat Großer Dreesch stehen wir natürlich hinter dem Standort. Aber wenn die Aussagen richtig sind, dass rund 85 Prozent der Schwimmhallenbesucher mit dem eigenen Pkw kommen, müssen wir uns jetzt vor allem über Verkehr unterhalten." Zwar seien auf dem Lageplan, den Ortsbeiratsvorsitzender Stev Ötinger von der Stadtverwaltung bekommen hatte, schon der Großparkplatz und eine geplante Zu- und Abfahrt von der Crivitzer Chaussee aus zu erkennen. Allerdings würden konkrete Meter-Angaben fehlen, die beispielsweise erkennen ließen, wie stark die Anlieger durch die zusätzlichen Autos belastet würden. Außerdem mahnte der Ortsbeirat einen Fußgängerüberweg am Dreescher Markt an, wenn tatsächlich alle Schweriner Schulklassen ihre Schwimmkurse auf dem Großen Dreesch absolvierten. Fazit: In der Kürze der Zeit fühlt sich der Ortsbeirat nicht in der Lage, ein endgültiges, von der Verwaltung angefordertes Urteil über den Neubau abzugeben.

Ein schnelleres positives Votum erhielt indes ein anderes Projekt: Auf dem zurzeit brach liegenden Grundstück an der Kreuzung Grünes Tal / Ludwigsluster Chaussee soll ein Boss Möbelhaus errichtet werden. Zuvor ist eine Änderung des Bebauungsplanes nötig, dem der Ortsbeirat sofort seine Zustimmung gab. "Das trägt zur Belebung des Ortsteils bei ", so Kersten. "Wir begrüßen, dass an dieser Stelle etwas passiert."

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