Schwimmende Wiese doch für Picknick frei

<strong>Die Schilder</strong> an den Brücken verwirren  Passanten.<foto>kawi</foto>
Die Schilder an den Brücken verwirren Passanten.kawi

svz.de von
02. Juli 2010, 07:43 Uhr

Schwerin | Dürfen die Schweriner die Schwimmende Wiese nun doch nicht für Federballspiele, Sonnenbäder im grünen Gras oder Picknick mit Freunden nutzen? Das fragen sich viele Leser unserer Zeitung. Anlass zur Sorge: Schilder an den drei Brücken zwischen der Wiese im Burgsee und der Burgseestraße, die solche Freizeit-Aktivitäten verbieten. SVZ fragte nach: "Diese Schilder weisen ausdrücklich nur auf die Regeln im historischen Schlossgarten hin und gelten nicht für die Schwimmende Wiese", sagt Dietmar Braune vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), der für den barocken Park zuständig ist. Deshalb seien sie auch auf der bereits im Schlossgarten befindlichen Burgseestraße angebracht worden.

Silvio Horn, Vorsitzender der Stadtfraktion Unabhängige Bürger (UB), findet die Schilder ebenfalls verwirrend: "Weil sie parallel zu den Brücken stehen, kann bei Passanten sehr leicht der Eindruck entstehen, dass sie auch für die zur Buga angelegten Schwimmenden Wiese gültig sind." Horn fordert den BBL auf, die Schilder umgehend so zu positionieren, dass sie eindeutig sind.

Der städtische Baudezernent Dr. Wolfram Frie dersdorff (Linke) bestätigt, dass die im kommunalen Besitz befindliche Wiese als "Tummelplatz für die Bevölkerung" gedacht sei. So sei es bereits vor der Buga 2009 mit dem Land vereinbart worden. Friedersdorff: "Damit soll das mit viel Geld sanierte Gartendenkmal Schlossgarten entlastet werden."

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