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Lokales

13. Dezember 2017 | 21:54 Uhr

Schwerinern schnell helfen

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erstellt am 03.Mai.2010 | 08:58 Uhr

Schwerin | Schnelle Hilfe dort, wo sie auch nötig ist: Das soll die neue Notaufnahme der Schweriner Helios-Kliniken nun noch effektiver bieten - und damit die Warte zeiten der Patienten in Not erheblich reduzieren. In den vergangenen Monaten ließ die Klinik-Leitung den Bereich dafür um- und ausbauen. Heute Morgen geht nun der erste Bauabschnitt des Projektes in Be trieb. Damit sind die Schockräume für die Schwerverletzten fertiggestellt, anschließend gestalten die Bauleute die zahlreichen Untersuchungs- und Behandlungsräume neu. Parallel dazu werden die Mitarbeiter für das neue Ablaufkonzept geschult.

In der Zentralen Notaufnahme erhalten Patienten aus der gesamten Stadt und dem Umland medizinische Erstversorgung. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Notfallpatienten um 40 Prozent gestiegen - und damit auch die Wartezeit. Nicht nur aus 16 Rettungswachen in Westmecklenburg kommen die Patienten, auch schreiben inzwischen vermehrt niedergelassene Ärzte Überweisungen in die Notaufnahme. Der räumliche Ausbau und die Verbesserung der Abläufe waren die logische Folge.

Kernpunkt ist das vom Katastrophenschutz übernommene "Manchester Triage System": Eine speziell geschulte Krankenschwester teilt die Patienten in Dringlichkeitskategorien auf, die im Computer erfasst werden. Diese reichen von Rot für Sofortbehandlung über Orange (sehr dringend) und Gelb (dringend) bis hin zu Grün (normal) und Blau (nicht dringend). Das erfolgt bereits am modernen Empfangstresen, wo auch Patienten, die eigentlich nicht in die Notaufnahme müssen, zum benachbarten Kassenärztlichen Notdienst verwiesen werden.

"Wir sind stolz, erste Teile des neuen, modernen Gesichts der Notaufnahme in Betrieb nehmen zu können. Auf der einen Seite verbessern sich dadurch die Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patienten deutlich. Auf der anderen Seite kommen die verbesserten Arbeitsbedingungen aber auch unseren Mitarbeitern zugute", sagt Enrico Jensch, Geschäftsführer der Helios-Kliniken Schwerin.

Nach dem kompletten Umbau der Notaufnahme steht den derzeit 28 Schwestern und dem festen Team von sechs Ärzten - Internist, Anästhesist, Chirurg, Neurologe - ein Viertel mehr Fläche zur Verfügung. Herzstück der Notaufnahme sind in der Ebene 1 zwei moderne Schockräume für intensivpflichtige Patienten. "Außerdem haben wir jetzt direkt neben den Schockräumen einen Notfall-OP, in dem wir überlebensnotwendige, unaufschiebbare Eingriffe vornehmen können", sagt Dr. Frank Liebenow, Leiter der Notaufnahme. Diese werden auch nach Abschluss der Bauarbeiten zum Ende Oktober an Ort und Stelle verbleiben.

In neuen Räumen in der Ebene 2 befinden sich bis zur Vollendung des Umbaus neben den sechs Untersuchungs- und Behandlungsräumen zwei moderne Wartebereiche für liegende und sitzende Patienten sowie zwei neue Wachzimmer mit je vier Betten für überwachungspflichtige Patienten, ein "Infektionszimmer" für Patienten mit Verdacht auf ansteckende Krankheiten sowie ein Isolierzimmer für separierte Einzelbehandlungen.

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