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Lokales

24. Oktober 2017 | 04:23 Uhr

Schweriner streiten: Pflaster oder Asphalt

vom

svz.de von
erstellt am 16.Jun.2011 | 10:11 Uhr

Schwerin | Straßensanierungen werden von den Anwohnern begrüßt: Schäden verschwinden, Versorgungsleitungen werden verlässlicher, und das Äußere wirkt einladender. Doch immer öfter gibt es Streit um die Oberfläche. Asphalt oder Pflaster ist die Gretchenfrage in der Schweriner Innenstadt. Dabei geht es längst nicht nur um Lärmschutz, sondern auch um denkmalpflegerische Aspekte.


  • Beispiel Schliemannstraße: Die Stadt plante aus Kostengründen eine Asphaltierung. Die Anwohner gingen auf die Barrikaden. Eine Bürgerinitiative setzte eine Neuplanung durch - die Trasse wird gepflastert. Die Fertigstellung verzögert sich um Monate.
  • Beispiel Alexandrinen straße: Die Anwohner wollen eine Lärm schluckende Schwarzdecke. Die Denkmalschützer beharren auf historischem Pflaster. Das Ergebnis ist offen. Durch die Bauverzögerung am Regenrückhaltebecken gab es eine Gnadenfrist bekommen.
  • Beispiel Apothekerstraße: Die Stadt plant, das Altstadtpflaster mit Beton-Fugen zu verlegen. Die Anwohner zweifeln an der Qualität.
  • Beispiel Schollstraße: Die Stadt will asphaltieren. Anwohner wurden zwar nicht vorher gefragt, die Zustimmung gilt aber als sicher, weil es die leiseste Variante ist.


Fakt ist: Ein politischer Vorstoß, die Straßengestaltung zu regeln, hat in der Stadtvertretung keine Mehrheit gefunden. Doch die Hausbesitzer zahlen für die Sanierung mit. Trotz des Unmutes der vergangenen Wochen: Von der Baubehörde gibt es bislang keine Initiative, klare Vorgaben zu machen.
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