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Schweriner Schloss vor konkretem Welterbe-Antrag

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erstellt am 06.Okt.2010 | 07:26 Uhr

Schwerin | Entscheidender Tag in der langen Diskussion um einen eventuellen Welterbe-Antrag für das Schweriner Schloss: Das Gutachten des Experten Prof. Dr. Christofer Herrmann steht heute im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Tagung. Von den Ergebnissen der Diskussionen hängt ab, ob und in welcher Form Landeshauptstadt und Land das Projekt "Unesco-Weltkulturerbe Schweriner Schloss" weiter verfolgen. In MV gehören bisher nur die Altstädte von Wismar und Stralsund zum renommierten Weltkulturerbe-Club.

Das Gutachten, das unserer Zeitung vorliegt, ist als argumentativer Kern eines eventuellen Antrags angelegt - und stellt klar heraus: Das Schloss und die umliegenden Repräsentationsbauten der einstigen großherzoglichen Residenz haben als Vertreter des Historismus das Zeug zum Weltkulturerbe. "Das Schweriner Schlossensemble verkörpert in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliche und universelle Werte, die zu einer Kandidatur für die Welterbe-Liste berechtigen", bilanziert Prof. Herrmann in der Untersuchung.

Wie so eine Kandidatur in die Wege geleitet wird, hängt auch von der Tagung ab. "Natürlich kann dabei auch herauskommen, dass wir es lieber lassen. Aber das ist nicht sehr wahrscheinlich", sagt Dr. Günter Reinkober, amtierender Leiter des Stadtplanungsamtes. Fast sicher ist, dass das Land MV - es handelt sich fast ausschließlich um Landes-Liegenschaften - und die Landeshauptstadt versuchen werden, eine internationale Kooperation auf die Beine zu stellen. Besonders Schlösser in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei gelten als aussichtsreich. Hintergrund: Die deutsche Vorschlagsliste ist auf Jahre hinaus geschlossen und Deutschland ohnehin stark auf der Unesco-Liste vertreten. "Durch eine länderübergreifende Kandidatur von Schlössern des Historismus lassen sich die Erfolgsaussichten erhöhen", heißt es in dem Gutachten.

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