zur Navigation springen

Kritik: Stadt und Land sparen am falschen Ende : Schweriner PSV: Schwimmhalle fehlen 25 Meter

vom

Zu kurz geplant - das sind die Becken im Schwimmhallen-Neubau nach Einschätzung der Abteilung Schwimmen des Schweriner PSV. Der Landeshauptstadt würde ein 50-Meter-Becken gut zu Gesicht stehen.

svz.de von
erstellt am 18.Mär.2011 | 12:01 Uhr

Schwerin | Zu kurz geplant - das sind die Becken im Schwimmhallen-Neubau nach Einschätzung der Abteilung Schwimmen des Schweriner Polizeisportverein (PSV). In zweierlei Hinsicht: Zum einen würde der Landeshauptstadt nach Ansicht von Abteilungsleiter Erik Großmann ein 50-Meter-Wettkampfbecken besser zu Gesicht stehen als das geplante 25 Meter lange Trainingsbecken. "Das einzige 50 Meter lange Wettkampfbecken in Mecklenburg-Vorpommerns haben wir in Rostock", sagt Großmann. Zum anderen fehlt es in den Neubauplänen an Raum für Zuschauer oder mehrere Wettkampfteilnehmer sowie einen abgetrennten Athletikraum zum Krafttraining und zum richtigen Aufwärmen.

"Ich rede hier von keinem Schwimmpalast", sagt Großmann. Und die von der Stadt geplante Sparversion für neun Millionen Euro ist seiner Ansicht nach besser, als gar keine neue Halle. Immerhin bekommt der Vereinssport mehr Wasserfläche: Die Sportler haben dann statt fünf 25-Meter-Trainingsbahnen sechs zur Verfügung. Dennoch hält er den Neubau in seiner geplanten Version für eine Landeshauptstadt für zu klein. Vor allem um die Becken herum gäbe es zu wenig Platz. Bei Wettkämpfen halten sich bis zu 300 Teilnehmer in der Halle auf, die sich aufwärmen und ihre Handtücher ablegen müssen. Ursprünglich hatte sich der PSV eine Art Tribüne gewünscht. "Auf zwei bis drei Bankreihen hätten alle Platz gehabt", sagt Großmann.

Aus eigener Kraft haben die Ehrenamtler vom PSV die alten Saunaräume der Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch in einen etwa hundert Quadratmeter großen Athletikraum umgebaut. "Die Kosten dafür haben wir übernommen, zahlen aber an die Stadt Miete dafür", sagt Großmann. Erst seit einigen Monaten benutzen die jungen Athleten den Raum zum Aufwärmen und für Krafttraining. Fürs Schwimmen notwendige Muskulatur wird laut Großmann vor allem an Land aufgebaut. Dabei sei die Nähe zum Wasserbecken für den Trainingserfolg wichtig, sagt der Ehrenamtler. Auch für den Bau der neuen Halle würde sich Großmann einen Athletikraum wünschen - "ohne Schwingboden, aber vielleicht mit Sprossenwand". Den könnten seiner Meinung auch andere Sportgruppen nutzen, zum Beispiel Senioren oder Aqua-Gymnasten. 190 Kinder bekommen zurzeit beim PSV Schwerin Schwimmtraining. Bei den Landesmeisterschaften holten die Athleten 95 Meistertitel. "Dazu kommen drei deutsche Vizemeistertitel", sagt Großmann. So können die 13 ehrenamtlichen PSV-Trainer aus Schwerin laut Großmann mehr Erfolge vorweisen als andere Trainer in MV.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen