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35 Millionen Euro Fördermittel flossen : Schweriner Feldstadt ist fast fertig

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Das Sanierungsgebiet Feldstadt steht vor dem Abschluss. Die Erneuerung der Eisenbahnstraße und des Karl-Liebknecht-Platzes sind die letzten zwei Bauprojekte.

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erstellt am 28.Apr.2011 | 09:19 Uhr

Feldstadt | Das Sanierungsgebiet Feldstadt steht vor dem Abschluss. Die Erneuerung der Eisenbahnstraße und des Karl-Liebknecht-Platzes sind die letzten zwei Bauprojekte Schwerins innerhalb dieser Städtebaufördermaßnahme. Diese hat das Ziel, historische und baugeschichtlich wertvolle Gebäude, Straßenzüge und Stadtviertel unter Aufsicht des Denkmalschutzes zu erhalten und zu sanieren. "Sanierungsgebiete sind die Hülle für Fördermaßnahmen", sagt Andreas Thiele vom Schweriner Amt für Stadtentwicklung. "In der Feldstadt wurden bisher etwa 35 Millionen Euro eingesetzt." Jeweils ein Drittel kamen von Bund, Land und Kommune. "Vorrangig wurden damit Bau- und Ordnungs maßnahmen finanziert." Dazu zählen in der Feldstadt die Sanierung von elf städtischen Wohngebäuden, etwa 100 private Maßnahmen, 25 Erschließungen und vier Spielplätze.

In der Feldstadt waren die letzten Fördermittel im Jahr 2005 bewilligt worden. Diese wurden über fünf Jahre ausgezahlt. So ist das Areal Feldstadt das erste von acht Sanierungsgebieten der Landeshauptstadt, das voraussichtlich Ende dieses Jahres ausläuft. "Dann wird das entsprechende Treuhandvermögen aufgelöst", sagt Thiele. Die Entwicklungsgesellschaft mbH verwaltet das Sondervermögen, über das wie in einem geschlossenen Kreislauf alle Sanierungen in der Feldstadt abgewickelt werden. "Am Ende sollte im Idealfall eine schwarze Null stehen", so Thiele. Abgerechnet werden unter anderem geflossene Fördermittel, der Erlös verkaufter städtischer Grundstücke im Gebiet sowie Baumaßnahmen der Stadt innerhalb des Sanierungsgebietes. Einen besonderen Stellenwert haben Ausgleichszahlungen der Eigentümer, die ein Haus mit Fördermitteln instand gesetzt haben. "Ein Vorteil für die Besitzer besteht darin, dass ihre Gebäude durch die instand gesetzten Häuser im direkten Umfeld eine Wertsteigerung erhalten", erklärt Thiele. Dafür wird eine Abschlagszahlung fällig. Diese orientiert sich am Quadratmeterpreis des Grundstücks vor und nach der Sanierung sowie der Höhe der geflossenen Fördermittel. Die geleisteten Zahlungen verbleiben im Kreislauf des Sanierungsgebietes Feldstadt. So fließen Thiel zufolge in die Erneuerung der Eisenbahnstraße unter anderem etwa eine Million Euro dieser Ausgleichszahlungen. Mit dem Abschluss des Sanierungsgebietes fallen auch Sonderauflagen für die Sanierung der historischen Gebäude weg. Ein solcher Vermerk wird aus dem Grundbuch gelöscht.

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