Schweriner auf grüner Mission

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08. Juni 2010, 11:07 Uhr

Schwerin | Schwerin ist eine grüne Stadt. Und das nicht erst seit der Bundesgartenschau. Doch spätestens seit der Buga ist auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, dass eine magische Verbin dung zwischen der Pflanzenwelt und der Sieben-Seen-Stadt besteht.

Auch über die Zeit der Ausstellung hinaus bereichern viele der Buga-Pflanzen die grünen Lungenflügel der Stadt. Denn zahlreiche Rosen und Stauden wurden im vergangenen Oktober auf einem Pflanzenmarkt verkauft, wanderten vom Buga-Gelände direkt in die Schweriner Gärten. So lebt der "grüne Geist" von 2009 in den kommenden Jahren fort. Und nicht nur das: Auch die in der vergangenen Woche enthüllte Skulptur von Ehrenbürgerin und Blumenfrau Bertha Klingberg wurde aus dem Erlös dieses Marktes mitfinanziert.

Dass an vielen Stellen Pflanzen und Blumen die Herzen der Naturliebhaber erfreuen, daran haben die Schweriner Gartenfreunde mit ihren sprichwörtlich grünen Daumen einen nicht unerheblichen Anteil. Nicht weniger als 103 Kleingartenvereine gibt es in Schwerin und dem Umland. Die Kleingärten erstrecken sich auf einer Gesamtfläche von rund 340 Hektar. Aus ihnen setzt sich der Kreisverband der Kleingärtner zusammen. Dieser hat aktuell 8000 Mitglieder, die allesamt "auf grüner Mission" sind. Rund 7000 Kleingärten gibt es im Schweriner Stadtgebiet. Sie machen mit etwa 100 Hektar immerhin fast ein Prozent der städtischen Gesamtfläche aus.

Und das schon seit mehr als 160 Jahren. Die Gartenkunst hat in Schwerin Tradition. Bereits 1837 gab es die ersten zwölf Kleingärten am Heidensee. Ab 1848 wurde der Wunsch nach Kleingärten auch von offizieller Seite gefördert: Der Magistrat der Stadt setzte sich für den Wunsch zahlreicher Arbeiter nach Grünflächen ein. Damals wie heute ist Grün die Farbe der Hoffnung. Möge es auch in Zukunft eine tragende Farbe in Schwerin bleiben.

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