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Rastow Zukunft des Sportplatzes weiter offen

Von CKOE | 09.02.2014, 23:24 Uhr

Gemeinde bietet Eigentümern andere Flächen an – und wartet auf Stellungnahme der Kommunalaufsicht

Und darum geht es: Der Sportplatz, auf dem vor allem der Fußballverein Rastow 07 seine Punktspiele austrägt, gehört einer Eigentümergemeinschaft aus Schleswig-Holstein. Bislang haben die Kicker den Platz kostenlos genutzt. Nach rund 20 Jahren verlangen die Eigentümer jedoch nun Klarheit, bieten der Gemeinde das Areal zum Kauf an. Aber Rastow kann das Geld nicht aufbringen, brachte stattdessen bereits einen Flächentausch als Wertausgleich ins Gespräch. So wurden den Sportplatz-Eigentümern etwa mehrere Bauplätze im Wohngebiet „Am Kraaker Mühlenbach“ offeriert. Das Problem: Die ausgewählten Flächen allein würden aber den Wert des Sportplatzes – die Rede ist von einer Spanne zwischen 120 000 und 200 000 Euro – nicht ausgleichen, wie auch ein erstes Gutachten des Landkreises Ludwigslust-Parchim bestätigt. Den Vorschlag, das Angebot um eine größere Fläche am ehemaligen Sägewerk Rastow aufzustocken, lehnten die Gemeindevertreter zunächst zweimal ab.

In der Gemeindevertreter-Sitzung im vergangenen Oktober wurde dann aber doch ein Durchbruch erzielt. Mit großer Mehrheit einigten sich Rastows Politiker hinter verschlossenen Türen darauf, der Eigentümergemeinschaft aus Schleswig-Holstein beim Flächentausch stärker als anfänglich geplant entgegenzukommen (wir berichteten). Zugleich schalteten sie die Kommunalaufsicht ein. Sie soll die Angelegenheit prüfen und sicherstellen, dass Rastow beim Wertausgleich nicht den Kürzeren zieht.

Vor der Gemeindevertreter-Sitzung im Oktober hatten rund 60 Mitglieder des Vereins FC Rastow 07 auf Transparenten deutlich gemacht, welchen Stellenwert der Sportplatz für sie hat. Auch Vereinsvorsitzender Dirk Vinzing fand damals klare Worte: „Wenn wir den Sportplatz verlieren, dann können wir den Verein auflösen.“ Ausweichmöglichkeiten für Spiele und Training gäbe es in der Gemeinde nicht. Zudem habe der Fußballclub jede Menge Arbeit in den Sportplatz gesteckt und auch das Vereinshaus in Eigenleistung erbaut, so Vinzing.

Bürgermeister Götze wartet jetzt zuerst das Votum der Kommunalaufsicht ab. Er rechne damit, dass auf dieser Grundlage eine Verständigung mit der Eigentümergemeinschaft erzielt werden könne, so Götze. Allerdings stellt der Bürgermeister auch klar: Die Gemeinde werde sich nicht unter Druck setzen lassen. Sollte es keine Einigung mit den Eigentümern des Sportplatzes geben, dann müsse die Kommune eine Alternative ins Auge fassen, beispielsweise die Entwicklung des Sportgeländes an der Rastower Schule.