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Göhren Wemag hängt Stromleitung höher

Von mett | 03.02.2012, 08:02 Uhr

Die 110-Kilovolt-Leitung lag gestern zwischen Göhren und Tramm fast auf dem Boden.

Auf der Kreisstraße ging nichts mehr. Doch das hatte seine Ordnung so. Denn die Wemag ließ an dem Mast, der direkt neben der Kreisstraße steht, die Isolatoren wechseln. "Statt der senkrecht hängenden Isolatoren setzen wir die neuen waagerecht ein", berichtet Stephan Pfeifer, Betriebsingenieur für Hochspannungsleitung beim regionalen Stromversorger. Dadurch hängt die Stromleitung gut einen Meter höher. Nötig ist das, damit auch in Zukunft die Sicherheit gewährleistet werden kann. Denn durch die Einspeisung von Strom aus Biogas- und Photovoltaik-Anlagen werden die Stromleitungen stärker belastet. Die 110-kV-Leitung erwärmt sich - und hängt deshalb im Sommer eventuell stärker durch. "Über Straßen muss jedoch ein Mindestabstand von sieben Metern bestehen bleiben, auf freier Fläche sind es sechs Meter", erläutert Heike Danker von der Pressestelle der Wemag. An der 110-kV-Leitung zwischen Parchim und Schwerin-Görries machen die Wemag-Fachleute zehn Stellen ausfindig, an denen die neuen Isolatoren eingebaut werden müssen, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. "Das bekommen meist nur die Anwohner mit, die uns auf dem Acker arbeiten sehen", berichtet Pfeifer. Neun von zehn dieser Kurzzeit-Baustellen liegen nämlich auf dem Acker. Zwischen Tramm und Göhren musste aber die Kreisstraße gestern voll gesperrt werden, weil die Stromleitung hier die Fahrbahn überspannt. Zeitgleich arbeitete ein weiteres Team mit Leuten von der Wemag und von beauftragten Firmen nahe Spornitz an einem weiteren Mast. "Die Arbeiten werden im Winter ausgeführt. Das ist mit den Landwirten abgestimmt, denn derzeit können wir uns auf den Ackerflächen frei bewegen, richten keinen Schaden an den Kulturen an", so Danker. Auch noch morgen und in der nächsten Woche haben die Spezialisten zu tun, dann sind die Arbeiten an der Stromleitung zwischen Parchim und Schwerin abgeschlossen. Die Wemag muss rund 100 000 Euro für diese Sicherheitsmaßnahme ausgeben.