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Schwerin Wahl-Vorläufer

Von MAKS | 08.02.2019, 05:00 Uhr

Wie sich die Parteispitzen in Position bringen

Die kommunalpolitische Analyse von Mario Kuska

Bis zum Wahltermin im Frühjahr ist es noch einige Monate hin, doch die Kommunalpolitiker arbeiten jetzt schon fieberhaft daran, sich in die richtige Position zu bringen. Kaum etwas zählt mehr als Wählergunst. Doch nicht nur Eloquenz am Rednerpult ist gefragt. Denn letztlich sollen ja nicht nur die Parteikollegen von den eigenen Inhalten überzeugt oder die Konkurrenz beeindruckt werden . Letztlich geht es den Mandatsträgern in Schwerin oder denjenigen, die es werden wollen, in dieser Phase darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dafür braucht es Medien. Ein knackiger Artikel zu den medial beliebten aber bei Anwohnern unliebsamen Straßenausbaubeiträgen, ein Interview zu ökologischen Verbesserungsmöglichkeiten in der Stadt vor einer Kamera oder die vielen Einträge in sozialen Netzwerken – klappern gehört bei den Politikern gerade zum Handwerk. Denn wer jetzt am besten Gehör findet oder gelesen wird, der bleibt den potenziellen Wählern am meisten im Gedächtnis. Allerdings ist so ein Wahlkampf auch lang und es bringt nichts, die besten Patronen schon weit vor dem Kreuzchen-Machen zu verschießen. Also ist das regelmäßige Abfeuern von ein paar Salven mit Sicherheit nicht die schlechteste Wahl, bevor es dann zum großen Showdown kommt.

Highnoon, also beste Zeit zum Duell, wird dann im Mai sein. Wer dann mit seinen bestens ausgewählten Themen sicher ins Ziel trifft, der könnte nach der Wahl bestimmt ein paar Tage durchatmen. Verlierer müssten Wunden lecken.

Aber Vorsicht, liebe Kommunalpolitiker: Nach der Wahl ist vor der Wahl und nach den Abstimmungen wissen viele Menschen noch, was in den Monaten davor alles so gesprochen wurde. Egal, was an Nachrichten alles so „rausgeballert“ wurde...