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Hut ab Vollblutmusiker mit Tatendrang

Von SALA | 09.12.2016, 16:00 Uhr

Bratschist Hartmuth Juch bringt Schülern das Spielen von Streichinstrumente bei und spielt auch in einem Laienensemble mit

Hartmuth Juch und seine Bratsche, das sind ein Herz und eine Seele. Denn Juch ist Musiker aus Leidenschaft. Und wenn eine Person die Musik und das Streichinstrument so sehr liebt, ist es nachvollziehbar, dass sie diese Leidenschaft auch an andere Generationen weitergeben will. Mit einer Kollegin vom Staatstheater hilft er nicht nur an der Regionalen Schule in Crivitz in Kooperation mit dem Schweriner Konservatorium den Schülern in Sachen Streichinstrument auf die Sprünge, auch in Lützow arbeitet er mit der Jugend und vermittelt, wie Griffe, Saiten, Bogen und Noten miteinander zusammenhängen. So ist der 60-Jährige im Schweriner Umland unter anderem als Musikvermittler, aber auch als engagierter Musikmacher bekannt. Seit 14 Jahren ist er Mitglied im Crivitzer Ensemble „Gesellige Zeit“. Der Initiator Peter Wolf hat ihn damals gefragt, ob er mitmachen möchte. Juch als Vollblut-Musiker sagte zu und ist seitdem mit den „geselligen“ Kollegen in der Region unterwegs. „Vor kurzem haben wir ein Konzert in Wessin für den guten Zweck gespielt. Statt Eintritt wurden Spenden für das Streichorchester der Regionalen Schule gesammelt“, erzählt Juch. Dabei durchdringt die Musik nicht nur sein Privat-, sondern auch Berufsleben. Mit zwölf Jahren besuchte er ein Internat, in dem er seine Liebe für Streichinstrumente vertiefen konnte. Die Geige ist ihm in der Jugend mehr oder weniger in den Schoß gefallen. Seine ältere Schwester spielte Akkordeon, seine beiden jüngeren Brüder begeisterten sich für Gitarren, und er freute sich über die Geige. „Später bin ich dann zur Weimarer Hochschule gegangen und habe Bratsche gelernt“, so der gebürtige Thüringer. Heute spielt er am Schweriner Staatstheater als Solo-Bratschist.

Wenn Juch erzählt, merkt man ihm eines an: seinen Tatendrang. Er engagiert sich auf vielen Ebenen, hat immer neue Ideen und überlegt sich, welche Projekt man noch angehen könnte. Er bezeichnet sich selbst als Idealist und das Wort „hätte“ gehe bei ihm gar nicht. Warum? Weil Hartmuth Juch immer herausfinden muss, ob es nicht doch funktioniert.