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Leichenfund bei Übung Taucher entdecken Toten im Baggersee

Von Christian Koepke | 12.02.2014, 14:45 Uhr

Polizeitaucher haben während einer Übung bei Pinnow eine Leiche gefunden

Zietlitz Taucher der Bereitschaftspolizei haben gestern Vormittag in einem  Baggersee beim Kieswerk in Zietlitz die Leiche eines Mannes gefunden. Nach ersten Ermittlungen schließt die Polizei nicht aus, dass es sich bei dem Toten um einen seit Juli vergangenen Jahres vermissten 30-jährigen Mann aus der Region handeln könnte.  „Die Maßnahmen zur Identifizierung dauern noch an“, sagte der Sprecher der Ludwigsluster Polizeiinspektion, Klaus Wiechmann.

Entdeckt wurde der leblose Körper bei einem Übungseinsatz der Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei. Zwei- bis dreimal im Monat trainiere die Gruppe in Seen in der Umgebung, erklärte Reiner Weghofer, Sachbereichsleiter Einsatz bei der Bereitschaftspolizei in Schwerin. Auch der Baggersee in Zietlitz sei nicht zum ersten Mal als Übungsterrain genutzt worden. „Nach dem Leichenfund haben unsere Beamten sofort die zuständige Polizeiinspektion in Ludwigslust verständigt“, so Weghofer.

Fieberhaft hatte die Polizei im Sommer vergangenen Jahres in dem bis zu 20 Meter tiefen Gewässer nach einem 30-jährigen Mann gesucht, dessen Ruderboot und Kleidung am Ufer des Baggersees gefunden worden waren (wir berichteten). „Bei unseren Ermittlungen sind  wir   damals von einem tragischen Unglücksfall ausgegangen“, betonte Polizeisprecher Wiechmann. Um den 30-Jährigen zu finden, waren neben Tauchern auch Spürhunde, ein Sonargerät der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden. Die Suche nach dem Mann hatte sich über mehrere Tage erstreckt, war aber ergebnislos geblieben.

Ob es sich  jetzt bei dem  im See entdeckten Toten tatsächlich um den vermissten 30-Jährigen handele, diese Frage lasse sich erst nach der Obduktion beantworten, sagte der  Schweriner  Staatsanwalt Lennart Leuschner auf Anfrage unserer Zeitung. Er kündigte die gerichtsmedizinische Untersuchung für den morgigen Freitag an. Bei der Obduktion werde neben der Identität des Toten auch die Todesursache geklärt, so Leuschner. Bislang gebe es aber bei der gefundenen Leiche keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.