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Schwerin Streik am Montag: 19 Kitas in Schwerin öffnen erst mittags

Von zvs | 22.03.2012, 09:34 Uhr

Die für Montag angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst Mecklenburg-Vorpommerns werden besonders Eltern in Schwerin, aber auch Arbeitslose treffen.

Viele Amtstüren sollen im ganzen Land verschlossen bleiben. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi werden unter anderem die 19 kommunalen Kindertagesstätten in Schwerin von 6 bis 11 Uhr bestreikt.

Andernorts seien die Mitarbeiter von Jobcentern sowie Kreis- und Stadtverwaltungen zum Warnstreik aufgerufen. Auch Stadtwerke, Schwimmhallen, Wasser- und Schifffahrtsämter und andere Einrichtungen des öffentlichen Dienstes sollen betroffen sein.

Der Beamtenbund werde am Montag ebenfalls seine Mitglieder zum ganztägigen Warnstreik aufrufen. Vor der Schweriner Staatskanzlei ist eine Kundgebung geplant. Dazu werden rund 500 Teilnehmer aus dem ganzen Land erwartet. Auch in Schleswig-Holstein sind für den Tag Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt.

Mit den Warnstreiks will Verdi Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes machen. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber lehnt Verdi ab. Auf 24 Monate Laufzeit ausgerechnet hätten sie durchschnittlich 1,77 Prozent angeboten bei einer Inflationsrate von über 2,5 Prozent. Das sei kein faires Angebot, so die Gewerkschaft.

"Unsere Mitarbeiter sind frustriert und sagen sich, ,auch wir sind es wert. So lautet auch das Motto des Warnstreiks. Denn die Angestellten müssen trotzdem für den derzeitigen hohen Benzinpreis aufkommen und auch alle anderen höheren Nebenkosten bezahlen, aber mehr Gehalt bekommen sie nicht", sagt Ute Evers, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin in Schwerin.

Auch wenn es keine Notdienstvereinbarung mit der kommunalen Kita-gGmbH gibt, müssen Eltern keine Angst haben. "Es wird zu keiner Zeit eine Kindeswohlgefährdung bestehen", versichert Ute Evers. Der Streik sei vor allem für die Beschäftigten wichtig.

In sieben Bundesländern legten gestern bereits mehrere Tausend Beschäftigte die Arbeit nieder. Kitas und Behörden blieben geschlossen, in Theatern blieb der Vorhang zu.