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Winter in Schwerin Straßen frei – der Verkehr fließt

Von GEST | 12.12.2017, 05:00 Uhr

Keine Probleme mit dem Schnee für Autofahrer – Ortsbeiräte sehen aber Verbesserungsmöglichkeiten am Winterdienstkonzept der Stadt

Reden hilft ganz offensichtlich. „Wir haben unsere Partnerfirmen noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie die vereinbarten Leistungen im Winterdienst pünktlich und qualitätsgerecht zu erbringen haben“, sagt Ilka Wiczek, die Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen, kurz SDS. Das hat gewirkt: Es gab keine Behinderungen durch den „plötzlichen Wintereinbruch“, wie der Schneefall im Radio genannt wurde. Was gestern Morgen auffiel: Die Gehwege waren dort, wo die Stadt zuständig ist, schon zu früher Stunde frei. Und der Autoverkehr rollte auch reibungslos. „Unsere Streufahrzeuge waren schon mit dem einsetzenden Schneefall unterwegs“, so Wilczek. Mit erfreulichem Ergebnis. Meldete die Polizei bis gestern Vormittag allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim 16 Glätteunfälle, gab es im Stadtgebiet keinen einzigen. Das neue Winterdienstkonzept der Stadt scheint zu greifen.

Doch nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden kann. Die Ortsbeiräte jedenfalls haben einige Vorschläge in die Diskussion geworfen.

In Friedrichsthal wird die Brüsewitzer Straße nicht durch die SDS geräumt. „Das hat in den vergangenen Jahren im Bereich der Steigung häufig erhebliche Probleme für die Autofahrer gegeben“, heißt es in der Stellungnahme der Ortsteilvertretung. Es erzürnt sie, dass die SDS den Ratschlag gibt, „sich aus den Streusandbehältern selbst zu bedienen“. Das könne „gerade im morgendlichen Berufsverkehr wohl nicht ernst genommen werden“, so der Ortsbeirat. Er fordert, dass die Steigung entweder gestreut wird, oder dass „im Winter die Poller zwischen Brüsewitzer Straße und Gärtnereiweg zu entfernen, damit ein gefahrloses Erreichen der Hauptstraße möglich ist“. Keine Lösung in Sicht ist nach Meinung von Ortsbeirat und SDS im Lärchenweg. Dort kann der Schnee nicht beseitigt werden, weil der Gehweg zu schmal ist.

Der Ortsbeirat Warnitz fordert, dass die Flächen der freiwilligen Feuerwehren für den Winterdienst die gleiche Dringlichkeit erhalten wie Kindergärten, Schulen und Haltestellen. „Dazu muss die Befahrbarkeit des Geländes durch den Winterdienst gegeben sein. Die Tore dürfen nicht verschlossen sein oder der Winterdienst muss sie öffnen können. Es wird eine Telefonhotline gezielt für den Winterdienst gewünscht.“

Und auch aus Zippendorf gibt es einen Hinweis. An der Straße Am Hang sollte ein Schild „kein Winterdienst“ aufgestellt werden.

Aus den anderen Ortsbeiräten kamen keine Hinweise. Die Anmerkungen werden nun in den Gremien der Stadtvertretung diskutiert und eventuell ins Winterdienstkonzept übernommen – oder auch nicht.