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Millionen-Investitionen Stadt saniert Schulen und Straßen

Von GEST | 13.02.2014, 14:00 Uhr

Stadtumbau-Investitionen gehen vordringlich in Bildungseinrichtungen und in die Steigerung der Attraktivität von Wohngebieten am Wasser

Der Stadtumbau in der Landeshauptstadt geht weiter: Für die zu zwei Dritteln vom Land und Bund getragene Städtebauförderung hat die städtische Bauverwaltung jetzt die vordringlichen Maßnahmen für dieses und das kommende Jahr festgelegt. Danach werden zunächst jene Bauvorhaben vordringlich umgesetzt, für die eine Finanzierung durch Eigenmittel der Stadt und die Städtebauförderung von Land und Bund gesichert ist, weil sich die Maßnahmen in einem der bislang neun Fördergebiete Schwerins befinden.

„Vordringlich sind dabei Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und in die Öffnung unseres attraktiven Wohnstandorts zum Wasser“, erklärt der Baudezernent der Landeshauptstadt Dr. Wolfram Friedersdorff. So betreffen vier der insgesamt zwölf Maßnahmen in der Prioritätenliste die Sanierung von Schulen und die Verbesserung der Hortbetreuung in der Innenstadt. Unter anderem soll die 11,9 Millionen Euro teure Sanierung des Goethegymnasiums noch in diesem Jahr beginnen. Gleiches gilt für die Baumaßnahmen an der Erich-Weinert-Schule, die rund 3,4 Millionen Euro kosten werden. Weiter gebaut wird an der Uferpromenade am Schweriner See vom Platz am Beutel in Richtung ehemalige Kläranlage und Fokkerhalle sowie an der Ufergestaltung des Ziegelinnensees zum einen auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei und am Nordufer. Auch die Sanierung der Hamburger Allee für 2,9 Millionen und des Berliner Platzes für 900 000 Euro sind geplant. Zudem werden 2015 der erste Bauabschnitt der Schelfstraße und noch in diesem Jahr die Wittenburger Straße in Angriff genommen. Für den Ortsteil Lankow, der auf Antrag der Stadt neu als Fördergebiet des Stadtumbaus/Soziale Stadt in das Städtebauförderprogramm des Landes aufgenommen werden soll, ist als vordringliches Projekt die Errichtung eines Bürgerhauses vorgesehen.

In der Information an die Stadtvertreter listet die Bauverwaltung weitere Vorhaben auf, die keine höchste Priorität haben. Dazu zählen das Familienzentrum der Awo, der Schulhof Mueßer Berg, die Turnhalle Hamburger Allee, eine „Grünverbindung“ an der Perleberger Straße, die Umgestaltung der Pescer Straße, der Wohnhof Pankower Straße, die Weiterführung der Promenade am Schweriner See bis zum Stangengraben, die Instandsetzung der Fokkerhalle, die Sanierung des Hanges am jüdischen Friedhof in der Bornhövedstraße, die Sanierung der Straße um die Paulskirche und andere. Auch private Modernisierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Objekten sollen mit Mitteln aus dem Stadtumbau unterstützt werden. Ebenso die Hofgestaltung des alten Fridericianums am Pfaffenteich.

Offen ist, in welchen Zeitraum diese nachrangige Wunschliste abgearbeitet werden kann. Das sei abhängig von der Bereitstellung von Fördermitteln und den finanziellen Möglichkeiten der Stadt selbst, hieß es aus der Verwaltung. Vorrang hätten zunächst die zwölf Positionen der Prioritätenliste.