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verschönerung Stadt saniert Berliner Platz

Von TIWE | 22.08.2015, 08:00 Uhr

Voraussichtlich noch im September beginnen die Bauarbeiten auf dem oberen Bereich – Markthändler ziehen dann nach unten

Geschwungen statt eckig, grün statt grau und einladend statt abweisend soll der neue Berliner Platz werden. Als Erich Honecker ihn kurz nach der Fertigstellung besichtigte, war das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum noch gut besucht. Jetzt – mehr als 25 Jahre später – verweilen kaum noch Menschen auf dem größten Platz der Landeshauptstadt. Das soll sich ändern. Zumindest in einem Teil, dem oberen Berliner Platz.

Zuletzt waren die Umgestaltungspläne aufs Eis gelegt worden, weil es Streit ums Geld gab und die Abrisspläne der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) in der der Rostocker Straße 5-7 bekannt wurden. Das ist auch der Grund, warum die Sanierung des Berliner Platzes nun zweigeteilt wird. Wenn die Hochhäuser abgerissen werden, kann logischerweise nicht der angrenzende Platz erneuert werden. Deshalb hat die Stadt in Abstimmung mit der WGS den unteren bereich noch ausgespart. Dafür geht es oberhalb des Brunnens jetzt los.

„Das Geld ist da. Das Wirtschaftsministerium fördert den Umbau“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. 690 000 Euro sind für die Erneuerung des oberen Areals geplant. „Wir wollten bewusst vor dem Abriss der Hochhäuser mit der Sanierung beginnen“, sagt Nottebaum. „Das ist ein Signal für den gesamten Stadtteil.“ Die gesamte Stadtspitze glaube an den Stadtteil und sehe ein großes Entwicklungspotenzial. Ende kommender Woche soll der Auftrag an die Baufirma gehen.

Die Investition soll einerseits das Leben in Neu Zippendorf attraktiver machen, andererseits perspektivisch den Einzelhandel ankurbeln. Der Wochenmarkt soll – eingebettet in ein grünes Oval – attraktiver und anheimelnder werden und so mehr Kunden anziehen. Eine grüne Rasenfläche im Zentrum mit einer umlaufenden Sitzreihe könnte in dessen Mitte zum Verweilen einladen. Mehrere Bäume und Büsche sollen den gesamten Berliner Platz schöner machen und gerade für Ältere anziehender, da auch mehrere Sitzbänke in der Planung vorgesehen sind. Während der künftige Veranstaltungs- und Marktplatz einen ockerfarbenen Asphalt erhalten soll, wird das restliche Areal mit gelben Betonsteinen gepflastert.

Ein Teil der Rostocker Straße wird gleich mit dem Platz saniert. Was naheliegend ist, weil ja – mit Ausnahme der Zufahrt von der Hamburger Allee – das gleiche Oberflächenmaterial verwendet wird. Der Baustellenverkehr für den Abriss von Gebäuden kann dann über die Pankower Straße rollen.

Die Ideen zur Gestaltung lieferten die Schweriner Landschaftsarchitekten Matthias Proske und Claus Steinhausen, die einen von der Stadt ausgelobten Gestaltungswettbewerb gewonnen hatten. Vier Architekturbüros hatten sich beteiligt. Die Stadt hatte zuvor Anwohner nach ihren Wünschen befragt (SVZ berichtete). Wann der untere Bereich erneuert wird, ist noch offen. Das hängt auch mit der Bebauung des Areals ab, auf dem jetzt noch die Hochhäuser Rostocker Straße stehen.