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Bauklötze für Wittenfördener Kinder Spielender Auftakt zur Spende

Von SALA | 06.12.2016, 05:00 Uhr

Sozialministerin und Vorstandsmitglied der Wemag überreichen Holzspielzeug für Krippenkinder im Wittenfördener Zwergenland

In Nullkommanichts war die Sozialministerin umringt. Nicht von fragenden Wählen, sondern von spielwütigen Kindern. Denn der Montagmorgen begann für Stefanie Drese und Thomas Pätzold, Vorstandsmitglied der Wemag, spielend leicht. Pätzold und Drese hatten für die neun Krippenkinder der Evangelischen Kindertagesstätte Zwergenland in Wittenförden Holzspielzeug im Gepäck. So war es für alle Anwesenden die Aufgabe zum Start in die Woche, nicht das Runde in das Eckige zu bugsieren, sondern das eckige Bunte auch in die passgenaue Form zu stecken. Der Grund für diesen spielerischen Auftakt: Die traditionelle Verteilaktion der Wemag zu Weihnachten, die in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet.

„Es ist enorm wichtig, dass auch solche Spielsachen in den Kindergärten zur Verfügung stehen“, erläutert die Sozialministerin. Die Kinder seien auch mit diesen vermeintlich simplen Spielzeugen lange beschäftigt. „Man erkennt Gruppendynamiken und Sozialkompetenzen. Wenn das eine Kind die Lösung hat, lernt auch das andere, wie die Holzklötze in den Steckkasten passen.“

Die Steckspiele wurden in den Lewitz-Werkstätten hergestellt. „Wir entwickeln seit vielen Jahren immer wieder neues Holzspielzeug, das in regionalen Werkstätten für Menschen mit Behinderung angefertigt wird. Anschließend überraschen unsere Mitarbeiter die Erzieher und Kinder in etwa 200 Kindertagesstätten im Netzgebiet der Wemag“, erklärt Pätzold die Spendenaktion in der Vorweihnachtszeit.

Über diese Wohltätigkeit freuen sich nicht nur die eineinhalb bis zweijährigen Krippenkinder, sondern auch die Erzieherinnen Andrea Graf und Caroline Tengler. „Es ist schön, dass an uns gedacht wird“, äußert sich Graf beim Besuch. Es sei auch etwas Besonderes, dass in der Wittenfördener Einrichtung der Auftakt gemacht wurde. Träger der evangelischen Kita ist das Diakoniewerk Neues Ufer. Geschäftsführer Thomas Tweer hob hervor, dass Kinder Forscher, Erfinder und Bastler in einem seien, ihre Individualität und Bedürfnisse müssten respektiert werden. Wie zum Beweis leerte ihm eines der Krippenkinder den Steckkasten aus Holz vor die Füße, die bunten Bauklötze mussten von Neuem eingesetzt werden.