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Banzkow Sicher ins kühle Nass der Stör

Von SALA | 29.12.2017, 16:00 Uhr

Banzkower Neujahrsbaden: Die Ehrenamtlichen von der freiwilligen Feuerwehr haben ein Auge auf die Schwimmfreudigen am 1. Januar

Wenn am 1. Januar um 14 Uhr Wagemutige in Banzkow in das nur ein paar Grad warme oder besser gesagt kalte Wasser der Stör steigen, um das neue Jahr zu begrüßen, werden neun Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Banzkow ebenso dabei sein. Aber sie werden weder in Kostümierung, das in diesem Jahr unter dem Motto „Helden unserer Kindheit“ steht, am Ufer stehen, noch sich dem kühlen Nass hingeben. Zumindest nicht freiwillig. Denn die Ehrenamtlichen der Banzkower Wehr werden ein waches Auge auf die wagemutigen Neujahrsanbader haben. „Wir passen auf, dass die Badefläche abgesichert ist, und wenn jemand einen Schwächeanfall bekommen sollte, sind wir auch zur Stelle“, erklärt Martin Soltow bei der Planungsrunde und dem Jahresabschlusstreffen der Banzkower Wehr im Feuerwehrhaus.

Neben dem 29-jährigen Soltow sitzt sein Kollege Stefan Lindhorst. Er ist seit einem halben Jahr, nachdem er aus Fahrbinde zugezogen ist und dort bereits bei der Wehr war, bei der freiwilligen Feuerwehr in Banzkow. Er kennt das Anbaden als Zuschauer. Dieses Mal wird er als Helfer dabei sein. „Mal schauen, was auf mich zukommen wird“, sagt er und muss schmunzeln, als die Frage kommt, ob er sich selbst mal am Neujahrstag ins kühle Nass der Stör gewagt hat. „Nein, dafür gibt es für mich keinen Anreiz.“ Auch Wehrführer Sven Pinnow hat mit dem wagemutigen Sprung ins kühle Wasser eher wenig am Hut, dafür mit der Sicherung des Spektakels, das mehr als nur ein Anbaden ist. „Los geht es ja um 14 Uhr, wir sind aber schon um 12.30 Uhr vor Ort, um alles vorzubereiten“, gibt er Auskunft. „Wir sind auch mit dem Schlauchboot auf dem Wasser. Denn es gibt immer den einen oder anderen Mutigen, der am Abend zuvor einen Schnaps zu viel getrunken hat. Wir müssen einfach aufpassen“, sagt der Banzkower Wehrführer.

Während seine Kollegen etwas zögerlich mit dem Anbaden sind, gehört Martin Soltow zu den Badefreudigen im neuen Jahr. Wenn er nicht im Dienst ist, wagte er sich das eine oder andere Mal ebenfalls in das Wasser der Stör. Das härte ab für das noch anstehende Jahr, sagt er. Auch sein Vater, Rainer Soltow, ist regelmäßig beim fröhlichen Einstieg in die gemäßigten Störfluten dabei. Es liegt sozusagen in den Genen, dass auch Martin Soltow sich ins Wasser wagt.

Wer noch kurzentschlossen das Spektakel als Badefreudiger miterleben will, kann am 1. Januar bis 13 Uhr zur Ponybar an die Banzkower Stör kommen und sich anmelden. Das Anbanden findet neben der Brücke statt.

Das Banzkower Neujahrsschwimmen gibt es seit dem 1. Januar 2000. Das als einmalige Aktion geplante Spektakel wurde zum Dauerbrenner. Und die Banzkower Wehrleute werden am Neujahrstag für die Sicherheit sorgen.