Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Energie Schweriner sind die Stromsparer der Nation

Von svz | 19.02.2014, 21:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern leben laut einer Studie die sparsamsten Stromverbraucher. Vor allem die Schweriner sind die Stromsparer der Nation. Die Studie zeigte auch deutliche Unterschiede im Energieverbrauch zwischen Ost und West.

Die Schweriner sind die Stromsparer Deutschlands. Bei einem Vergleich des Pro-Kopf-Stromverbrauchs in 120 Städten kamen die Einwohner der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr auf 1350 Kilowattstunden (kWh). Das geht aus einer Studie des Versicherungs- und Energieportals Preisvergleich.de in Leipzig hervor, die gestern   veröffentlicht wurde.

Die Schweriner liegen damit vor den Einwohnern Erfurts (1394 kWh) und Neubrandenburgs (1421 kWh). Den meisten Strom verbrauchten die Einwohner Bambergs mit 2235 kWh pro Kopf. Der durchschnittliche Verbrauch pro Kopf lag 2013 in Deutschland bei 1836 kWh und war damit nur leicht geringer als 2012 mit 1858 kWh.

Der Studie zufolge gibt es deutliche Unterschiede im Energieverbrauch zwischen Ost und West. So lag der Pro-Kopf-Verbrauch der Privathaushalte in den 120 untersuchten Städten im Osten bei durchschnittlich 1614 kWh, im Westen bei 1885 kWh pro Jahr. Besonders sparsam waren die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern mit 1466 kWh, in Thüringen mit 1489 kWh und Sachsen-Anhalt (1556 kWh).

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ärmere Deutsche mehr beim Strom sparen. Im Vergleich zu 2012 sank der Verbrauch in Schweriner Haushalten um 26,5 Prozent und damit am stärksten von allen untersuchten Städten. Aber auch andere Städte im Nordosten gehörten zu den Sparern: In Neubrandenburg sank der Verbrauch um 22,6 Prozent, in Rostock um 15,5 und in Stralsund um 11,5 Prozent. In diesen und den weiteren 17 Stromspar-Städten haben die Einwohner im Schnitt deutlich weniger als 18 000 Euro Jahreseinkommen. In Stromverschwender-Städten kamen sie auf 22 500 Euro.