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Keine Bundesgartenschau in Schwerin Schwerin sagt Buga endgültig ab

Von GEST | 27.06.2017, 20:45 Uhr

Stadtvertreter stimmen für Aus der Gartenschau / Oberbürgermeister muss harte Kritik einstecken

Der Traum von einer zweiten Bundesgartenschau in Schwerin ist ausgeträumt. Die Stadtvertreter haben beschlossen, das Großereignis abzusagen (SVZ berichtete). Dem Beschluss war eine kontroverse Diskussion vorausgegangen, in der vor allem Oberbürgermeister Rico Badenschier heftig angegriffen wurde.

„Sie hätten für die Buga mehr kämpfen müssen“, sagte Gerd Böttger von den Linken. „Sie sind der Oberbürgermeister und nicht der verlängerte Arm der Ministerien und schon gar nicht der Parteizentrale der SPD.“ Böttger verwies darauf, dass die Landesregierung vor der Landtagswahl Unterstützung für eine Buga 2025 signalisiert habe, jetzt aber jede Unterstützung versagt.

Rolf Steinmüller von den Unabhängigen Bürgern forderte die Stadtpolitiker auf, für die Gartenschau weiter zu kämpfen. Nur der Welterbestatus sei nicht ausreichend, um Schwerin voranzubringen. Steinmüller forderte mehr Selbstbewusstsein von den Stadtvertretern: „Wir sind Landeshauptstadt.“

Sebastian Ehlers, Fraktionschef der CDU und Landtagsmitglied nahm dagegen den Oberbürgermeister mehr oder weniger in Schutz. „Das wir alle die Faust in der Tasche haben, ist klar. Aber nach der Landtagswahl war eben alles anders.“ Eine Buga gehe nun einmal nur mit Unterstützung des Landes. Ehlers übte Selbstkritik: „Wir müssen uns fragen, was wir im Vorfeld hätten besser machen können.“ Der CDU-Chef forderte, die „Rostocklastigkeit des Finanzministers“ einzudämmen. Unterstützung für den Oberbürgermeister kam von SPD-Fraktionschef Christian Masch. „Der OB hat für die Buga gekämpft – nicht mit dem Vorschlaghammer, sondern mit dem Florett.“ Das Land unterstütze Schwerin hinreichen bei der Entwicklung von Mueß und dem Zoo sowie beim Schulneubau.