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Bürgerrechte Schwerin rehabilitiert Hexen

Von CKOE | 20.04.2016, 20:30 Uhr

Rechte der bis ins 18. Jahrhundert als Hexen verurteilten Personen werden wieder anerkannt. Gedenktafel geplant.

Die Stadtvertretung hat auf ihrer 17. Sitzung die Wiederanerkennung der Bürgerrechte der als Hexen und Hexer verurteilten Personen in Schwerin, die bis ins 18. Jahrhundert ihr Leben und ihren Besitz verloren haben, beschlossen. Mit dem von Stadtvertreter Ralph Martini (Aktion Stadt und Kulturschutz) eingebrachten Beschluss wird festgelegt, dass in Rathausnähe eine entsprechende Gedenktafel oder Stele installiert wird. „Der Antrag zeigt Parallelen zur aktuellen politischen Situation auf. Auch heute sind Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten nichts Außergewöhnliches. In Schwerin wurden etwa 100 Bürger nach falschen Anschuldigungen als Hexer verurteilt. Der Opfer soll in angemessener Weise gedacht werden“, begründete Martini den Antrag.