Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Moderne Kunst Schloss Wiligrad bietet Künstlern breite Plattform

Von HEIP | 28.02.2014, 16:00 Uhr

Schau mit zeitgenössischer Kunst öffnet morgen

Wolfgang Friedrich und Falko Behrendt sind selbst gespannt, wie ihren Werke gemeinsam in der Galerie von Schloss Wiligrad wirken. Der Rostocker Friedrich hat Skulpturen und Reliefs mitgebracht, der Wahl-Lübecker Behrendt Grafiken und Radierungen. Gemeinsam rücken sie die kleinformatigen Plastiken ins richtige Licht, hängen Reliefs und Grafiken dazu passend an die Wände. Bis morgen Abend muss alles fertig sein. Denn um 17 Uhr wird die neue Ausstellung des Kunstvereins eröffnet. Diese trägt den schlichten Titel „Skulptur – Farbgrafik“. Der Vereinsvorsitzende Klaus J. Albert hatte die Idee dazu. Ihm geht es um den Spannungsbogen zwischen Bildhauerei und Grafik in der zeitgenössischen Kunst. Um diesen noch ein bisschen weiter zu fassen, ist ein dritter Künstler mit von der Partie. Karl Menzen aus Berlin ist ebenfalls mit Plastiken vertreten.

Wolfgang Friedrich und Falko Behrendt haben kein Problem damit, sich den großen Ausstellungsraum zu teilen. Das Gegenteil ist der Fall. Denn die Künstler sind seit Jahrzehnten befreundet, sind Weggefährten. „Wir haben ja auch zusammen in Dresden studiert und uns nie aus den Augen verloren“, erzählt Wolfgang Friedrich. Der Bildhauer hat sechs Skulpturengruppen mit nach Wiligrad gebracht, zeigt darin antike Figuren im modernen Kontext. Und auch in seinen Reliefs verknüpft er Zeiten: Zu sehen sind schwebende Personen, die im Original auf den neu gegossenen Glocken der Rostocker Marienkirche zu finden sind.

Falko Behrendt hat aus seinem Fundus Grafiken und Radierungen ausgewählt, bei denen der Betrachter ebenfalls auf Details und Strukturen achten sollte. „Schließlich soll es passen.“

Für den Kontrast sind hingegen die Werke von Karl Menzen zuständig. Der Berliner stellt vor allem Stahlskulpturen mit glatten Oberflächen und klaren Konturen aus. „Jeder von uns hätte die Ausstellungsräume in Wiligrad auch allein füllen können“, sagt Falko Behrendt. „Aber zusammen macht es mehr Spaß.“ Nicht zum ersten Mal sind Werke des gebürtigen Torgelowers in Wiligrad zu sehen. Doch bislang war er nur mit Einzelstücken in Gemeinschaftsausstellungen vertreten. Jetzt sind mehr als 70 Werke von Behrendt zu sehen. Wolfgang Friedrich hingegen konnte schon vor einigen Jahren eine große Ausstellung zum Thema Landschaft maßgeblich mitgestalten. „Solche Ausstellungen und Orte wie Wiligrad sind für die Kunst in Mecklenburg-Vorpommern ganz wichtig“, hebt der Rostocker hervor, der selbst zu den Motoren des Kunstvereins in der Hansestadt gehört. „Diese Vereine haben eine wichtige Rolle übernommen: Sie machen Werke zeitgenössischer Künstler einer breiten Öffentlichkeit zugänglich“, betont Wolfgang Friedrich.

Zur Ausstellungseröffnung von „Skulptur – Farbgrafik“ morgen um
17 Uhr sind alle Interessenten willkommen. Ulrich Rudolph vom Kunstraum Testorf am Schaalsee wird in die Ausstellung einführen. Saxofonist Christoph Möckel spielt auf. Die Schau ist anschließend bis zum 21. April zu sehen. Öffnungszeiten in der Wiligrader Schlossgalerie sind dienstags bis sonnabends jeweils von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.