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Denkmalschutz Politiker will Paulshöhe schützen

Von TIWE | 06.05.2015, 12:00 Uhr

Dirk Rosehr von der Linkspartei stellt Antrag bei Amt für Kultur und Denkmalschutz: Sportstätte soll als Gesamtanlage bewahrt werden

Das Grundstück im Schlossgarten könnte bei einem Verkauf an einen Investor gut Geld in die klamme Stadtkasse spülen. Zwar hat sich die Stadt noch nicht abschließend über die künftige Nutzung der Paulshöhe geeinigt, einzig eine „Verwertung des Areals“ ist angekündigt worden. Das Ende als Sportstätte ist aber besiegelt. Geschlossen wird der vor allem von Fußballern genutzte Platz allerdings frühestens, wenn mit der Fertigstellung des Fußballzentrums Lankow das Sportstättenkonzept der Stadt greift.

Geht es nach dem Politiker der Linkspartei Dirk Rosehr, Mitglied im Ortsbeirat Altstadt, Feldstadt, Paulsstadt, Lewenberg und im Aufsichtsgremium für die Schweriner Abwasserentsorgung, müsste die Paulshöhe als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt werden. Einen entsprechenden Antrag hat Rosehr bereits beim Landesamt für Kultur und Denkmalschutz gestellt.

„Die historische Bedeutung ist nicht zu unterschätzen. Die Anlage hat nahezu unbeschadet drei Systeme und zwei Weltkriege überstanden. Auf dem Gelände spielten Ehrenbürger der Landeshauptstadt und arbeiteten Kriegsgefangene. Die SED-Diktatur scheiterte damals bei Abrissplänen am Widerstand der Schweriner Bevölkerung und leerer Stadtkassen“, berichtet Rosehr. „Aktuell ist es ähnlich. Die politischen Gegebenheiten, finanzielle Notlagen scheinen unausweichliche Referenzen zu sein, die eine Veräußerung der historischen Traditionssportstätte alternativlos erscheinen lassen.“ Doch es gäbe sowohl einen kulturellen als auch einen historischen Wert, was einen Schutz rechtfertige.

Es befindet sich beispielsweise eine der ältesten Stehtribünen Deutschland auf dem Gelände. Eine nur wenige Jahre ältere Tribüne wurde in Köln bereits unter Denkmalschutz gestellt, berichtet Rosehr.

Ob die Denkmalschützer ähnlich wie bei der Lankower Schwimmhalle Druck auf die Stadt ausüben werden, ist offen. Fakt ist dagegen: Die Ringerhalle auf der Paulshöhe steht bereits unter Denkmalschutz – und ist sanierungsbedürftig.