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Traumstart in Schwerin Pinocchios Geheimnis

Von BERT | 12.12.2016, 08:00 Uhr

Das neue Weihnachtsmärchen am Staatstheater kommt gut an bei den Besuchern, doch für die Schauspieler ist es ein harter Job

Mehr als 2500 Schweriner haben sich am Wochenende „Pinocchio“ angeschaut. Insgesamt waren es schon mehr als 12 000 Besucher in den vergangenen drei Wochen, die das Weihnachtsmärchen des Theaters gesehen haben, und das Interesse ist ungebrochen: Auch die weiteren 22 Vorstellungen sind ausverkauft. Ein Traumstart, der Intendant Lars Tietje jubeln lässt.

Doch für die Schauspieler ist das geballte Programm ein hartes Brot. „Nach 22 Vorstellungen merkt man schon, dass das ganz schön auf die Knochen geht, vor allem, wenn man – wie gestern – drei Vorstellungen am Tag hat“, sagt Robert Höller, der die Hauptrolle spielt. Doch auf der Bühne sei das schnell vergessen. Da gehe es jeden Tag aufs Neue darum, 100 Prozent zu geben. „Das ist ja unser Job, den wir uns ausgesucht haben“, betont der junge Schauspieler. Außerdem kenne er derartige Herausforderungen bereits. „Mein Rekord ist die Rolle als junger Ebenezer Scrooge in der Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens. Den habe ich 46-mal gespielt“, erzählt er lachend. Und Motivation gäbe es vom Publikum immer wieder aufs Neue: „Es ist schön, das Kinderlachen zu hören und zu sehen, wie die Kleinen mitgehen.“

Höller ist die Spielfreude auf der Bühne in jeder Sekunde anzusehen. Aber er spielt nicht nur körperlich sehr ausdrucksstark, sondern auch sehr konzentriert. „Wir hatten eine ungewöhnlich lange Probenzeit. Deshalb läuft seit der Premiere alles wie geschmiert“, berichtet er. Dazu gehört auch der Trick mit der Nase. Denn immer, wenn Pinocchio lügt, wird sie länger, nach einer guten Tat schrumpft sie. Doch wie stellt man das dar? „Es ist keine Teleskopstange, die man herausziehen kann“, verrät Höller. Der Trick: Er hat drei verschieden lange Nasen, die mit Magneten angedockt werden. „Das geht in Bruchteilen von Sekunden in der Bewegung“, sagt er. Aber es erfordere volle Konzentration.