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Güstrow Nachruf auf eine Leuchte

Von Susanne Lang | 10.09.2009, 01:57 Uhr

Die klassische Glühbirne hat bald ausgedient. Energiesparer freuen sich, Nos talgiker trauern dem Klassiker hinterher, anderen ist es egal. Auch in Güstrow scheiden sich die Geister. Der Trend geht allerdings in Richtung ökonomische Leuchte - zumindest in den meisten öffentlichen Einrichtungen.

Bei Elektro-Purtz in der Mühlenstraße kommen nostalgische Glühbirnen-Anhänger noch auf ihre Kosten. Neben Energiesparlampen hüten noch etliche der alten Leuchtmittel das Regal. "Wir können noch so lange die klassischen Glühbirnen beziehen, wie der Großhändler liefert", erklärt Uwe Purtz. In den letzten Monaten hätten seine Kunden gezielt 100-Watt-Birnen gekauft - "die mit 60 Watt gibt es ja noch ein Jahr länger". Sogar die 200-Watt-Birnen seien über die Ladentheke gegangen, "obwohl wir die sonst nie verkauft haben", sagt Purtz schmunzelnd. Er erwartet noch einen letzten Ansturm - so gegen Anfang Oktober, "wenn es dunkler wird". Viele Kunden würden das Design der Energiesparlampen kritisieren. Die herkömmliche Röhrenform könne aber mittlerweile ersetzt werden - Purtz zückt eine runde und eine oval anmutende Energiesparlampe. Das Argument mit der Optik ist damit entkräftet. Allerdings sei auch die sich erst allmählich einstellende Helligkeit für viele Kunden ein Argument gegen die ökonomischere Variante, erzählt Purtz. Dabei leuchte eine herkömmliche Birne zwei bis drei Jahre, Energiesparlampen bis zu sechs Jahren. Privat leuchtet Purtz schon längst postmodern.

Dietmar Seliger, Verkäufer bei Elektro-Service Wiese, ist verblüfft: "Etliche Kunden haben nach Glühbirnen gefragt - dabei führen wir gar keine." Einige Güstrower trauern offensichtlich dem leuchtenden Klassiker hinterher. Ute Klien aus Güstrow vermisst bei Energiesparlampen das "warme Licht".

In den meisten öffentlichen Einrichtungen der Barlachstadt ist die Glühbirne längst passé. Das Amtsgericht erhellen laut Direktorin Annamaria Düvel ausschließlich Leuchtstoffröhren. Auch im Rathaus oder Stadtbauhof hat der kolbenförmige Klassiker ausgedient. Ebenso wie im Stadtmuseum. Mit dem Umzug im Jahr 2003 sei die Glühbirne verschwunden, gibt Kuratorin Iris Brüdgam Auskunft. Im Schloss leuchten noch die Kronleuchtern noch per Glühdraht - allerdings mit 40 Watt. "Wenn die aufgebraucht sind, kommen auch ins Schloss Energiesparlampen", so Hausmeister Roland Gördel.

Dietmar Seliger, Verkäufer bei Elektro-Service Wiese, ist verblüfft: "Etliche Kunden haben nach Glühbirnen gefragt - dabei führen wir gar keine." Einige Güstrower trauern offensichtlich dem leuchtenden Klassiker hinterher. Ute Klien aus Güstrow vermisst bei Energiesparlampen das "warme Licht". Dietmar Seliger, Verkäufer bei Elektro-Service Wiese, ist verblüfft: "Etliche Kunden haben nach Glühbirne gefragt