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Sülstorf Mit Omas Nähmaschine ging es los

Von SALA | 04.12.2017, 12:00 Uhr

Serie „Mit Herz und Hand“: Egal ob Handtasche oder Ballonrock Anika Fuhge kreiert aus bunten Stoffen individuelle Einzelstücke

Zauberhaft ist das erste Wort, das einem einfällt. Bunte Bänder und Borten, Knöpfe in allerlei Formen und Farben, Stoffe mit verschiedenen Mustern, Garnrollen in breit gefächerten Farbnuancen, ordentlich aufgesteckt an einem Brett an der Wand. Aufgeräumt wirkt die kleine Kreativwerkstatt unter dem Dach des Hauses in Lüblow. Und die Herzstücke des Raumes stehen auf dem Tisch an der Wand – stets zum Einsatz bereit: Nähmaschinen.

„Mit der alten Maschine von meiner Oma habe ich angefangen, meine ersten Kleidungsstücke zu nähen“, erzählt Anika Fuhge. Das war im Januar 2014. Da hat sie das Hobby Nähen gepackt. Ohne Kurs, sondern autodidaktisch mit der Hilfe der älteren Schwester nähte sich die 30-Jährige auf ein handwerkliches Niveau, so dass heute Pullover mit Kapuze, Ballonröcke, sogar Taschen, Portemonnaies und Verdecke für das eigene Boot kein Problem mehr sind. Anika Fuhge näht alles in die richtige Form. Denn ihr Hobby ist ihre Leidenschaft. „Für mich ist es auch eine Art von Freiheit. Bereits als Teenager wollte ich individuelle Kleidung tragen und habe mich oft geärgert, dass es gewisse Teile nicht zu kaufen gab“, erzählt die Erzieherin, die im Sülstorfer Kindergarten arbeitet. Nun ist sie selbstbestimmt, was sie in welcher Form und Farbe im Alltag trägt.

Kein Wunder, dass die Lüblowerin häufig auf ihre selbstgenähten Einzelstücke angesprochen wird. Für Freunde und Bekannte setzt sie sich dann das eine oder andere Mal hinter die Nähmaschine und werkelt in ihrem kleinen Kreativraum. Auch zur Freude ihres Lebensgefährten und ihres Sohnes. Denn beide durften sich bereits über Handy- oder auch Lauftasche made by Anika freuen. Stoffe für ihre selbstgenähten Werke kauft sie immer mal zwischendurch, aber „der Anker ist mein Lieblingssymbol und Dunkelblau meine Lieblingsfarbe“, verrät die kreative Handarbeiterin. So hat sie selbst nicht nur eine Tasche mit dem maritimen Zeichen, sondern auch eine Geldbörse, und ihren Lieblingspullover zieren, na klar, Anker.

Omas Nähmaschine gibt es nicht mehr. Doch mittlerweile hat Anika Fuhge drei Exemplare, um in ihrer zauberhaften Kreativwerkstatt zu werkeln.