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Schwerin Lobo, der einsame Hyänenmann

Von CKOE | 15.08.2019, 12:00 Uhr

Gestreiftes Raubtier des Schweriner Zoos kommt gern zur Schauscheibe des Geheges und schäkert mit den Besuchern

Lobo tut etwas fürs Image. Der Hyänenmann zeigt sich gern an der Schauscheibe seines Gehegen, ist neugierig, schäkert mit den Besuchern. Seit einem Monat lebt Lobo im Schweriner Zoo. Geboren wurde er 2015 in Spanien, kam aus dem Rio Safari Elche nach Deutschland.

Im Tierpark der Landeshauptstadt hat Lobo den Platz von Kontsita eingenommen. Die Streifenhyäne war im November vergangenen Jahres wegen eines aggressiven Knochentumors eingeschläfert worden. Auch Lobo ist eine Streifenhyäne. Ihre Vorliebe für Aas, ihre reflektierenden Augen und ihre Laute hätten den Streifenhyänen und den anderen Hyänenarten einen wenig schmeichelhaften Ruf eingebracht, sagt Sabrina Höft, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zoo. Dabei seien die nachtaktiven Tiere durchaus sensibel.

In der freien Natur bewohnen die als „potenziell gefährdet“ eingestuften Streifenhyänen unter anderem Savannen, Buschland, Halbwüsten und Bergland, leben im nördlichen Afrika, im arabischen Raum, bis hoch nach Indien. „Streifenhyänen sind Einzelgänger“, betont Höft. Deshalb komme Lobo im ehemaligen Löwengehege als Junggeselle auch gut zurecht.

Trotz der Verwandtschaft zu Katzen verhielten sich Hyänen in Zoos häufig so, wie man es eher von Hunden gewohnt sei, erläutert die Zoo-Biologin. Auffällig an den Tieren: die spezielle Körperform mit den im Vergleich zu den Hinterbeinen längeren Vorderläufen und der abfallenden Rückenlinie.

Wie Konstita sei auch Lobo eine Handaufzucht, wodurch sich seine insgesamt umgängliche Art erkläre, sagt Höft. Dennoch gelte es, vorsichtig zu sein: „Eine Hyäne bleibt immer noch ein Raubtier.“