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Nach Missbrauch in Schwerin Jugendamtsleiterin geht

Von CKOE | 30.08.2016, 21:00 Uhr

Konsequenz aus Missbrauchsfällen: Fachdienst wird geteilt

Der im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eingesetzte zeitweilige Sonderausschuss der Stadtvertretung hatte nicht nur Kritik an der zuständigen Führungsriege der Verwaltung geübt, sondern auch die Teilung des Fachdienstes als Schlussfolgerung aus den Vorkommnissen gefordert. In ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause beschloss die Dezernentenrunde der Stadtverwaltung gestern nun, dem Hauptausschuss der Stadtvertretung vorzuschlagen, die Leitungspositionen für die beiden zu bildenden Fachdienste auszuschreiben. Die Leitung für den Fachdienst Bildung und Sport soll intern ausgeschrieben werden, die Leitung des Fachdienstes Jugend intern und extern. Das Ausschreibungsverfahren wird etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. „Wir werden die neue Struktur der Fachdienste mit den Ausschüssen für Bildung, Sport und Soziales sowie für Jugendhilfe beraten“, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke). Bis zur Teilung und Besetzung der Leitungspositionen bleibe Gospodarek-Schwenk für den gesamten Bereich verantwortlich.

Der Vorsitzender des zeitweiligen Sonderausschusses, CDU-Stadtvertreter Sven Klinger, begrüßte den Schritt von Gospodarek-Schwenk und die Entscheidung, den Fachdienst aufzuteilen. Damit würden zentrale Vorgaben der Politik umgesetzt, so Klinger. Bei der Besetzung der neuen Leitungsstellen wünsche er sich mehr Transparenz.