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Umfrage bringt erschreckende Ergebnisse Jedes fünfte Kind ein Bewegungsmuffel

Von zvs | 13.07.2012, 10:01 Uhr

Spielkonsole und TV sind die liebsten Spielkameraden der „Generation Stubenhocker". Mit durchschnittlich 1,6 Stunden pro Tag sitzen Grundschulkinder deutlich länger vor dem Bildschirm als sich zu bewegen (1,3 Stunden).

Spielkonsole und TV sind heute die liebsten Spielkameraden der "Generation Stubenhocker". Mit durchschnittlich 1,6 Stunden pro Tag sitzen Grundschulkinder deutlich länger vor dem Bildschirm als sich zu bewegen, draußen zu spielen und zu toben (1,3 Stunden). Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) in Schwerin.

Zwei von zehn Kindern bewegen sich sogar weniger als eine Stunde am Tag. Jedes sechste Grundschulkind wird außerdem mit dem Auto zur Schule gebracht. Die Folgen: Motorik, Gleichgewicht und Geschicklichkeit leiden. So fallen immer mehr Kindern einfache Bewegungsabläufe schwer - ob rückwärts balancieren, einen Ball fangen oder mit geschlossenen Augen eine Weile auf einem Bein stehen. Verglichen mit Mädchen und Jungen, die in den 80er-Jahren aufgewachsen sind, haben Kinder heute bis zu 15 Prozent weniger Ausdauer und Kraft, auch sind sie langsamer und unbeweglicher. Die TK hat deshalb zusammen mit Sportwissenschaftlern von der Universität Heidelberg und dem Filmemacher Holger Braack das Bewegungspaket "Koordination ist kinderleicht" entwickelt. In kurzen Filmen, Interviews und einer Broschüre wird gezeigt, wie Eltern von Grundschulkindern ihren Sprösslingen im Alltag unkompliziert mit einfachen Spielen helfen können, ihre Koordination zu verbessern. Die Jungen und Mädchen haben mehr Spaß an der Bewegung und lernen schneller neue Bewegungsabläufe. Web-Nutzer können die Filme online anschauen unter www.tk.de (Webcode 353912). Das 40-seitige Begleitheft steht zum kostenlosen Download bereit.