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Werdervorstadt Großbrand in der alten Brauerei

Von Christian Koepke | 26.11.2012, 06:03 Uhr

Um kurz vor 1 Uhr ging der Notruf ein.

Ein aufmerksamer Bürger hatte aus dem Fenster seine r Wohnung in der Schelfstadt geschaut, dichte Rauchschwaden über dem Gelände der alten Brauere i an der Ecke Werderstraße / Knaudtstraße gesehen und sofort zum Telefonhörer gegriffen. Insgesamt rund 30 Feuerwehrleute wa re n in der Nacht zu Montag im Einsatz, um den Brand im Dachstuhl des ehe maligen Wirtschaftsgebäudes zu löschen. Die Polizei geht nach ersten Ermitt lungen von Brand stiftung aus. Personen wurden nicht verletzt.

"Zu keinem Zeitpunkt waren An wohner gefährdet", sagte gestern der Sprecher der Schweriner Berufsfeuerwehr, Jens Krause. Die Brandbekämpfung habe sich jedoch schwierig ge staltet, weil das betroffene Gebäude sehr verwinkelt sei. "Wir mussten zwei Drehleitern einsetzen", so Krause. Unterstützt wurde die Berufsfeuerwehr vor Ort von der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte. Die Kameraden der freiwilligen Wehr Schlossgarten übernahmen während des Einsatzes den Stadtschutz.

Bis 9 Uhr dauerten die Löscharbeiten, die laut Polizei auch den Verkehr in der Güstrower Straße beeinträchtigten. Den gan ze n Tag über kontrollierte die Feuerwehr gestern aber noch, ob Glut nester wieder aufflammten. "Auf dem Grundstück der alten Brauerei hat es in der Vergan genheit schon häufiger gebrannt, meistens wurden jedoch nur Unrat ange zündet", berichtete Jens Krause. Ein Feuer wie in der Nacht zu Montag habe es auf dem Grundstück bisher noch nicht gegeb en.

Angaben zur Höhe des Schadens, der durch den Dachstuhl-Brand entstanden ist, konnte der Feuerwehr-Sprecher gester n nicht machen. Die Kriminalpolizei hat unterdessen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. "Es gibt es keine Hinweise auf eine n tech nischen Defekt", sagte der Leiter des Schwe riner Polizeihauptreviers, Arne Wurzler. Nach derzeitigem Erkennt nisstand müsse daher von einer Brandstift ung ausgegangen werden. Die Untersuchungen zum Feuer in dem einsturzge fährdeten Gebäude dauerten jedoch noch an, so Wurzler.

Rund 37 000 Quadratmeter groß ist das Gelände in der Werdervorstadt, auf dem auch noch andere Häuser stehen, die teilweise von Vandalismus zerstört sind. Wo sich von 1865 bis 1990 die Schwe riner Brauerei befand, will eine eigens gegründete GmbH in den komme nden Jahren Millionen inves tieren und unter Einbeziehung der historischen Bausubstanz eine park ähnliche Anlage mit modernen Wohnungen errichten.