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Schwimmhalle Lankow Gericht lehnt Eilantrag gegen Abriss ab

Von BERT | 31.07.2015, 08:00 Uhr

Trotz Protesten und einer Klage hält die Stadt an Rückbauplänen für Lankower Schwimmhalle fest

Das Verwaltungsgericht Schwerin hat einen Eilantrag gegen den beabsichtigten Abriss der Lankower Schwimmhalle gestern abgelehnt. Der Beschluss sei aber noch nicht rechtskräftig, so Pressesprecher Christoph Voetlause. Die Antragsteller, ein Architekt und Bewohner der Stadt, hätten die Möglichkeit, beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde einzulegen,

Das Zentrale Gebäudemanagement der Landeshauptstadt (ZGM) hat mit vorbereitenden Arbeiten für den Abriss begonnen. Dazu soll zunächst die Fensterfassade demontiert werden. Der komplette Abbruch der Halle soll Ende August beginnen.

Doch die Proteste dagegen verstummen nicht. So wurde jetzt heimlich ein Denkmal-Zeichen angebracht. Für die Kammergruppe Schwerin der Architektenkammer MV fordert Annette Jawi: „Alle Möglichkeiten, eine Nutzung zu finden, müssen ausgeschöpft werden: Verkauf, Verpachtung, Vermietung.“

Die Landeshauptstadt dagegen sieht keinen Grund, ihre Haltung zu ändern. Die Stadt habe sich intensiv bemüht, eine sinnvolle, wirtschaftlich vertretbare Nachnutzung zu finden, versichert Baudezernent Bernd Nottebaum. Die Oberbürgermeisterin habe gezielt versucht, Träger für eine kulturelle Nutzung zu gewinnen. Mit dem Interessenten Dr. Schmedemann seien Gespräche geführt worden, in deren Ergebnis er aber das Projekt einer Nutzung als Sportstätte für Vereine und medizinische Zwecke als gescheitert erklärt habe, so Nottebaum. Und einen Denkmalwert sehe die Stadt nicht.