Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Anbaden in Banzkow Ein sagenhafter Neujahrsspaß

Von METT | 30.12.2016, 16:00 Uhr

Zwei-Meter-Mann verwandelt sich für das Banzkower Anbaden in einen Zwerg

Wenn am ersten Tag des neuen Jahres dutzende Wagemutige in Banzkow in die Stör steigen, wird ein Zwerg sie alle überragen: „Ich hoffe schon, dass wir die Leute damit zum Schmunzeln bringen“, sagt Oliver Deuringer. Der 26-jährige Schweriner misst stolze 2,07 Meter. Doch beim Banzkower Anbaden schlüpft ausgerechnet dieser Hüne in die Zwergenrolle. Denn das Motto für den Jahresauftakt 2017 heißt „sagenhafte Lewitz“.

Oliver Deuringer wird nicht der einzige Zwerg sein, der den kalten Fluten entsteigt. „Mein Kollege Heinz-Uwe Berg kommt ebenfalls als Zwerg“, erzählt der Kaufmann, der in Schwerin bei einer Krankenversicherung arbeitet. Es sei einfacher gewesen, für Kollege Heinz-Uwe Berg ein passendes XXL-Zwergenkostüm zu finden. Der Bruder von Bürgermeisterin Irina Berg ist zwar ebenfalls ein stattlicher Kerl, aber immer noch einen Kopf kleiner als Deuringer. „Wenn mein Kostüm nicht passt, ist das nicht schlimm: Die Leute können ja vergleichen, wie es aussehen soll“, so Deuringer.

Für das Duo Deuringer und Berg wird es zudem nicht der erste Auftritt beim Banzkower Anbaden. Die Arbeitskollegen waren beim Thema „Teams“ als Brautpaar zu erleben und vor einem Jahr bei der „Wiedervereinigungs-Party“ als schlauer Wessi und dummer Ossi. „Da haben wir einen Preis für unser Kostüm gewonnen“, berichtet der Zwei-Meter-Mann stolz.

Ob das am Sonntag wieder klappt, das weiß der 26-Jährige natürlich nicht. „Aber es macht umheimlich Spaß, sich vor dem Anbaden zu überlegen, wie wir die Zuschauer unterhalten können.“ Oliver Deuringer spielte auch schon mal eine Kartoffel ...

Am 1. Januar um 14 Uhr gibt es wieder eine großes „Hallo “ unter den Stammteilnehmern beim Neujahrsschwimmen und ebenso unter den hunderten Fans, die das Ufer der Stör und die Banzkower Brücke bevölkern. Für Oliver Deuringer wird es der sechste Sprung ins kühle Nass der Stör sein. „Eis wird es wohl nicht geben“, schätzt der Schweriner mit Blick auf die Wettervorhersage ein. Bislang hat er nur einmal erlebt, dass die Stör am Neujahrstag zugefroren war. Doch egal ob zugefroren oder eisfrei. „Ich bereite mich aufs Anbaden mit kalten Duschen, Schwimmen in der Schweriner Halle und am Zippendorfer Strand vor“, erzählt Deuringer und fügt an: „Wer gesund lebt und sich ein bisschen vorbereitet, der kann so ein Anbaden ruhig wagen.“

Das Banzkower Neujahrsschwimmen gibt es seit dem 1. Januar 2000. Das als einmalige Aktion geplante Spektakel wurde zum Dauerbrenner, erlebt seine 18. Auflage. Wer sich ebenfalls ins Wasser wagen will, kann sich am Sonntag bis 14 Uhr in der Ponybar anmelden. Dann steigt die Feier in und an der Stör.