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Theater Schwerin Ein Mann für alle Fälle

Von VRAA | 25.03.2018, 09:00 Uhr

Beleuchtungstechniker-Azubi Connor Mann arbeitet hinter den Kulissen des Theaters

Das Theater kennt jeder. Doch was passiert hinter den Kulissen? Und wer ist wofür zuständig, damit der innere Betrieb funktioniert und die Zuschauer das Theater als Erlebnis genießen können? SVZ stellt diese Woche einige Akteure vor, die nicht auf, sondern hinter der Bühne tätig sind. Heute: Veranstaltungstechniker Connor Mann.

Applaus für künstlerische Leistung erntet Connor Mann nie. Dabei würde es ohne seine Arbeit wohl nie Applaus am Staatstheater geben: Der Schweriner ist für die Beleuchtung zuständig – und sorgt dafür, dass bei den Vorstellungen alles glatt geht. „Seit September lerne ich am Theater als Veranstaltungstechniker. Dazu gehören die Bereiche Bühnentechnik, Beleuchtung und Ton“, sagt der 21-Jährige.

Nach vier Monaten bei den Bühnentechnikern lernt Connor Mann momentan von den Beleuchtungsmeistern des Großen Hauses. „Ich bekomme auf jede Frage eine Antwort und darf jede Woche etwas Neues machen“, erzählt der Schweriner. „Das macht unheimlich Spaß.“ Genug zu tun gibt es am Staatstheater ohnehin: Für jedes Stück ist ein neues Bühnenbild, eine andere Beleuchtung und eine veränderte Tonmischung notwendig. Damit der Ablauf reibungslos klappt, stehen die einzelnen Abteilungen im dauerhaften Kontakt. „Das ist die Mentalität des Theaters. Wir helfen uns alle gegenseitig und freuen uns am Ende über den Applaus.“

Obwohl er sein Abitur in der Tasche hat, entschied sich der Veranstaltungstechniker in spe bewusst für eine Ausbildung. „Nach der Schule war ich in Neuseeland. Im Gespräch mit vielen anderen jungen Menschen wurde mir klar, dass ich eher ein praktischer Typ bin“, sagt Mann, der auch auf eine kleine Theaterkarriere zurückblicken kann. Im Alter von fünf Jahren habe er sich als Statist etwas Taschengeld dazu verdient. „Als ich dann aber älter wurde, war mir klar, dass das nichts für mich ist. Ich packe lieber hinten mit an und sorge dafür, dass die Künstler die Zuschauer in ihren Bann ziehen können“, erzählt der 21-Jährige. Daher wisse er auch, wie er mit dem Applaus umzugehen habe: „Die Gäste applaudieren, weil sie mit der Aufführung zufrieden sind – also auch mit unserer Arbeit.“