Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Schwerin Ein Lächeln für Tagesmütter

Von Redaktion svz.de | 18.02.2019, 19:08 Uhr

Kindertagespflege in Schwerin – heute: Yasmin Geisthardt ist seit Sommer Ansprechpartnerin in der Verwaltung

Oft werden sie stiefmütterlich behandelt. Auch haftet ihnen das Image an, nicht sonderlich qualifiziert zu sein. Doch Tagesmütter und Tagesväter sind wichtige Säulen in der Betreuung von Kindern. In Schwerin sind sie laut Sozialdezernent Andreas Ruhl „ein unverzichtbarer Bestandteil der Kinder-Betreuung“. In dieser Woche schaut die SVZ auf unterschiedliche Bereiche der Kindertagespflege – vom Alltag der Tagesmutter bis hin zum Qualifizierungsseminar. Heute: Yasmin Geisthardt ist bei der Stadt für die Fachberatung Kindertagespflege zuständig, ihre Position wurde extra zur Unterstützung von Tagespflegepersonen geschaffen.

Ein munteres „Hallo“ kommt aus dem Büro, das sich hinter der Türnummer 2083 verbirgt. Yasmin Geisthardt hört zu, fängt mit ihrem freundlichen Gemüt auf und weiß, worauf es ankommt, wenn es um Unterstützung für Tagespflegepersonen geht. „Ich habe vorher zehn Jahre im Fachdienst Jugend gearbeitet und kenne die verschiedenen Facetten“, so die 39-Jährige. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, die auch bei einer Tagespflegeperson in der Betreuung waren. Zudem war ihre Oma Tagesmutter. „Ich bin damit groß geworden und halte viel von dem Betreuungsmodell“, sagt Yasmin Geisthardt, die ursprünglich aus Berlin kommt, aber bereits seit 2005 in Schwerin zu Hause ist.

Yasmin Geisthardt ist seit Sommer vergangenen Jahres Ansprechpartnerin zum Thema Kindertagespflege. Extra, um Tagesmüttern und auch -vätern Unterstützung zu bieten und in diesem Bereich zu koordinieren. „Meine Aufgabe ist es, Tagespflegepersonen auf ihre Qualifikation hin zu prüfen, Fortbildungen oder Qualifizierungskurse zu vermitteln, aber auch Ansprechpartner für Eltern zu sein, welche Betreuungsmöglichkeiten es gibt und bei Schwierigkeiten zu vermitteln“, zählt die Fachberaterin ihre Kompetenzen auf. Ihr erstes großes Projekt war es, das Vertretungsmodell für Tagesmütter einzuführen (SVZ berichtete). Yasmin Geisthardt ist sozusagen die Schnittstelle zwischen Stadt, Tagespflegepersonen und Eltern.

Mit den insgesamt 65 Tagesmüttern ist Yasmin Geisthardt immer wieder im Gespräch. „Oft sind Tagesmütter in ihrem Alltag unter sich, aber der Austausch untereinander ist wichtig“, erzählt die Angestellte bei der Stadt. Deshalb organisiert sie regelmäßig Arbeitskreise. Und die Tagesmütter haben „die Neue“ gut empfangen.

Yasmin Geisthardt ist es wichtig, den Tagesmüttern und -vätern in ihrer Tätigkeit Mut zu machen. „Tagesmütter leisten viel in ihrem Alltag. Sie dürfen mit Selbstvertrauen vorangehen und sich und ihre Arbeit wertschätzen“, sagt die Fachberaterin. Denn Schwerin ist gut aufgestellt in Sachen Kindertagespflege.