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Schwerin Der stinkende Fahrstuhl

Von sala | 04.04.2019, 20:00 Uhr

Aufzug am Tunnel in der Lübecker Straße in desolatem Zustand.

Die mit Graffiti beschmierte Glas-Tür öffnet sich und der Gestank strömt aus dem Inneren entgegen. Auf dem Boden liegen Zigarettenstummel. Und irgendwer hat sich den vermeintlichen Spaß gemacht und Böller in dem Aufzug gezündet. Die Reste und das orange farbene Pulver sind ebenfalls auf dem Boden zu erkennen.

„Wenn ich mit dem Kinderwagen in den Fahrstuhl muss, dann ist das unangenehm. Ich passe immer auf, dass mein Kind nichts anfasst und ich schnell wieder raus bin“, sagt Lisa Zimmermann. Die 30-Jährige Mutter muss den verdreckten Fahrstuhl nutzen, um mit dem Kinderwagen durch den Tunnel in der Lübecker Straße zu kommen. Auch eine andere Frau kommt gerade mit Kinderkarre aus dem Aufzug. „Es riecht nach Urin – unangenehm“, sagt die Mutter.

Auch die Schweriner Senioren hatten in der jüngsten Zusammenkunft mit Oberbürgermeister Rico Badenschier ihren Unmut über den Fahrstuhl in der Lübecker geäußert. Hier war allerdings nicht nur der desolate Zustand Thema der Kritik. Den älteren Herrschaften ist auch die Größe des Aufzuges ein Dorn im Auge. Denn in den sehr engen Fahrstuhl können sie ihre Fahrräder nicht mitnehmen.

Der Oberbürgermeister kennt das Problem und will Abhilfe schaffen. Ein größeres Modell ist seit längerer Zeit in Planung. „Allerdings hat das der Haushalt bisher noch nicht hergegeben. Wir hoffen aber, dass wir noch in diesem Jahr in die Ausschreibung gehen können“, so Badenschier.