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Schwerin Den Baumeistern auf der Spur

Von SVZ | 19.02.2019, 12:00 Uhr

Schweriner beteiligen sich mit zehn kostenlosen Rundgängen am Weltgästeführertag

Der Winter ist zugegebenermaßen nicht die beste Saison für eine Stadtführung. Bei Kälte, Regen, und grauem Wetter bleiben Schweriner und Gäste eben auch sehr gerne in der warmen Stube. Jedes Jahr Ende Februar wollen es die Gästeführer in ganz Deutschland trotzdem noch einmal wissen und locken mit einem besonderen Angebot: dem Weltgästeführertag. Schweriner Stadtbilderklärer beteiligen sich in diesem Jahr zum 19. Mal an der Aktion und laden am kommenden Sonnabend zu zehn kostenlosen Sonderführungen ein. 2019 ist das Motto „BAUeinHAUS“ – in Anlehnung an die Gründung der legendären Bauhaus-Schule vor 100 Jahren in Weimar.

Der erste Rundgang startet bereits um 10 Uhr und zwar am Löwendenkmal vor dem Domkreuzgang in der Bischofstraße. Dann geht es um den Bau einer Schule, und zwar „200 Jahre Gymnasium Fridericianum“.

Um 10.30 Uhr heißt es „Sie bauten für Schwerin – Architekten, Baumeister, Bauhandwerker der 1910er, 20er und 30er Jahre – ihre letzte Ruhestätte“. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es dabei zu den Gräbern statt zu den Gebäuden. Die Führung beginnt vor der Trauerhalle auf dem Alten Friedhof.

Der Bau einer Kirche steht ab 11 Uhr auf dem Programm, konkret geht es um St. Nikolai, den Schwerinern besser bekannt als Schelfkirche. Die Gruppe trifft sich zur Kirchenbesichtigung und zum anschließenden Rundgang durch die idyllische Schelfstadt vor der Schelfkirche in der Lindenstraße.

Wie vor etwa 500 Jahren Häuser in Schwerin gebaut wurden, beleuchtet ein Vortrag um 12 Uhr im Rathaus. Dabei wird auch das älteste Haus der Stadt aus dem Jahr 1572 besichtigt. Diese Tour ist auch für Gehbehinderte geeignet, teilen die Veranstalter mit. Treffpunkt ist vor der Tourist-Information am Rathaus.

Das Schweriner Residenzensemble, das sich um den Titel „Weltkulturerbe“ bewirbt, steht im Mittelpunkt eines Vortrags mit Rundgang ab 13 Uhr. Treff ist am Museumseingang vor dem Museumsshop im Schweriner Schloss.

Vergessene Häuser in der Schelfstadt zeigt ein Rundgang, der um 14 Uhr vor der Schelfkirche der Lindenstraße startet.

Die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik auf dem Sachsenberg ist ab 14.30 Uhr Thema einer Sonderführung. Sie startet vor der Notaufnahme der Helios-Kliniken in der Wismarschen Straße.

Welche Häuser dereinst im großherzoglichen Küchengarten gebaut wurden, zeigt ein Rundgang mit dem Titel „Vom Orangenhaus zum Jugendtempel“. Treff ist vor dem Ruderhaus am Franzosenweg.

Um 15 und um 16 Uhr führt der Ausnahmekünstler Hanning Bruhn durch sein arthaus in der Wismarschen Straße 280.

Um 10.45 Uhr, 12.15 Uhr und 13.45 Uhr geht es „von Haus zu Haus“ mit dem roten Doppelstockbus. Für die einstündige Rundfahrt wird ein Unkostenbeitrag von zwei Euro pro Person erhoben.