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Paulsstadt Bei Bertha Ruhe finden

Von Redaktion svz.de | 06.02.2019, 09:10 Uhr

Die 34-Jährige Eva Klinke ist sehr naturverbunden und hält gerne mal an der berühmten bronzenen Blumenfrau inne

„Du wohnst auf dem Berg“ hört sie immer scherzhaft von ihren Besuchern, wenn die an ihrer Tür klingeln. In Schwerin ungewöhnlich. Denn so viele Erhebungen gibt es nicht. Doch für manche ist die Steigung der Wittenburger Straße und deren Querverbindungen, wie die Bäckerstraße, bereits ein „Trainingseffekt“. Eva Klinke ist vor zwei Jahren bewusst nach Schwerin gezogen. Vorher hat sie fünf Jahre in Wiligrad gewohnt – und auch gearbeitet.

Die 34-Jährige liebt es, in Schwerin zu wohnen. Die Möglichkeit, jederzeit am Wasser zu sein und trotz Stadtlebens viel Natur um sich herum zu haben, schätzt die junge Frau. Um die Natur dreht sich viel in ihrem Leben. Die gebürtige Nordhessin hat in Göttingen Forstwissenschaften und Regionalmanagement studiert. Dann hat sie ihr Weg aus beruflichen Gründen nach Wiligrad geführt. Hat bei den Erlebnistagen eine Ausbildung gemacht. Bereits dort hat sie die Landschaft rund um Schwerin kennen und schätzen gelernt.

Der Umzug nach Schwerin war eine bewusste Entscheidung, um etwas zentraler ansprechbar zu sein. Als Erlebnis- und Waldpädagogin hat sie sich vor kurzem selbstständig gemacht. Sie arbeitet mit verschiedenen Altersgruppen: Erwachsene, Kinder, Rentner. Ihr Ziel: den Wald und Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Nicht nur bei der Arbeit tauscht Eva Klinke sich gerne mit anderen Menschen aus, auch privat nutzt sie das Schweriner Kulturangebot, besucht liebend gerne mit Freunden die vielen Cafés in der Stadt und geht auch gerne mal auf dem Wochenmarkt am Alten Markt einkaufen. An der Landeshauptstadt schätzt sie, dass sie überschaubar ist und sie mit dem Fahrrad überall hinkommt. „Der eine oder andere Radweg könnte optimiert werden“, sagt Eva Klinke mit einem Augenzwinkern.

Wenn die Neu-Schwerinerin nicht mit dem Fahrrad unterwegs ist, dann findet man sie auch mal rund um den Burgsee. Ehrenamtlich nimmt sie an den Vogelzählungen des Naturschutzbundes teil und hat derzeit einen genauen Blick auf die Wasservögel. Im Sommer balanciert sie gerne auf der Slackline – einem straff gespannten Band zwischen zwei Bäumen – im Schlossgarten. Und trifft auch dort neue Leute.

An der Bertha-Klingberg-Statue ist einer ihrer Lieblingsplätze in der Landeshauptstadt. Sie mag die Geschichte der Blumenfrau. Auch, dass viele Burgsee-Spaziergänger an der Bronzefigur innehalten und sie berühren. Sie selbst kommt dort gern zur Ruhe – an der Seite von Bertha.