Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Schwerin Baugrund an Crivitzer Chaussee sinkt

Von bert | 09.04.2019, 05:00 Uhr

Ergänzende Untersuchungen notwendig, Pfahlgründung beginnt aber dennoch in diesem Jahr

Die Bauarbeiten zum vierspurigen Ausbau der Crivitzer Chaussee zwischen Zippendorf und Raben Steinfeld gehen wie geplant voran, wenngleich es jetzt doch Überraschungen gibt. Wie Sachgebietsleiter Tobias Bremer vom Straßenbauamt gestern informierte, habe sich der Boden der Vorlastschüttung schneller und stärker gesetzt, als erwartet. Deshalb gibt es derzeit weitere ergänzende Baugrunduntersuchungen. „Wir wollen auf jeden Fall ausschließen, dass so etwas wie mit der A 20 bei Triebsees sich hier wiederholt.“

Um den moorigen Untergrund der Torflinse zwischen Tankstelle und Haus am See zu stabilisieren, waren im vergangenen Jahr tausende Tonnen Kies als so genannte Vorlastschüttung nördlich neben der Fahrbahn aufgeschüttet worden. Dazu wurden Messpunkte eingerichtet. Nun zeige sich, dass sich das Verhalten des Bodens bei der Setzung – der Torf wird durch das Gewicht das Sandes zusammengepresst – schon innerhalb weniger Meter erheblich unterscheide. Dies müsse genau untersucht werden, deshalb die Bohrungen. Möglicherweise müsse das Kiesstopfsäulenraster angepasst werden.

Unbeschadet dessen laufen die parallelen Baumaßnahmen zügig weiter: die Ertüchtigung der Alten Crivitzer Landstraße als Umleitungsstrecke, Artenschutzprojekte, Leitungsumverlegung und ab Mai der Bau einer Lärmschutzwand neben der Tankstelle.

Entscheidend für das gesamte Bauvorhaben wird die Vergabe des Hauptbauloses, das eine Summe von rund 15 Millionen Euro umfasst. Die Ausschreibung soll noch in diesem Quartal erfolgen, die Vergabe dann im dritten Quartal. „Wir gehen davon aus, dass Ende dieses Jahres die großen Arbeiten starten können“, so Bremer.