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Schwerin Bauer gegen Klimawandel

Von Redaktion svz.de | 24.04.2019, 05:00 Uhr

Verein „Eine Welt“ zeigt heute Film über Folgen der Erderwärmung für Kenia

Die Sommerdürre 2018 in Mitteleuropa und die „Fridays for Future“-Proteste haben das Thema Klimawandel wieder in das öffentliche Bewusstsein zurückgebracht. In Ländern des globalen Südens, wie zum Beispiel Kenia, ist der Wandel nie aus der Wahrnehmung verschwunden. Die Menschen in den ländlichen Regionen Kenias spüren den von den Industrienationen des globalen Nordens verursachten Klimaumschwung massiv am eigenen Leib.

Der kenianische Bauer Kisilu Musya hält die verheerenden Folgen des Klimawandels mit einer Kamera fest, die er von einer norwegischen Filmemacherin erhalten hat. Über fünf Jahre führt er ein Videotagebuch über die Auswirkungen der häufiger werdenden Extremwetterereignisse, die ihn und seine Familie existenziell bedrohen. Entstanden ist eine vielschichtige und emotional berührende Dokumentation, die der Verein „Eine Welt“ heute um 18.30 Uhr im Weltladen in der Puschkinstraße 18 zeigt.

Kisilu Musya ist zutiefst davon überzeugt, dass eine lokale Anpassung an den Klimawandel notwendig ist und versucht unermüdlich, sein lokales Umfeld von seinen Ideen zu begeistern. Mit Unterstützung der Filmemacherin und einer norwegischen Nicht-Regierungsorganisation reiste Musya als Vertreter der Kleinbauern einer vom Klimawandel besonders stark betroffenen Region zur UN-Klimakonferenz 2015 nach Paris.

Der Verein „Eine Welt“ zeigt in unregelmäßigen Abständen Filme, die einen kritischen Blick auf Produktionsbedingungen, die Auswirkungen der Globalisierung und herrschende Welthandelsstrukturen werfen.