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Schwerin: Ein Schandfleck verschwindet Alte Brauerei wird Wohnquartier

Von Timo Weber | 06.09.2011, 08:30 Uhr

Eine parkähnliche Anlage mit 80 Wohnungen, offen zum Wasser und als Verbindung zwischen der Schelfstadt und dem wachsenden Hafengebiet – so stellen sich die Investoren die Entwicklung der ehemaligen Brauerei vor.

Eine parkähnliche Anlage mit etwa 80 Wohnungen, offen zum Wasser und als Verbindung zwischen der Schelfstadt und dem wachsenden Hafengebiet – so stellen sich die Schweriner Investoren der eigens gegründeten Alte Brauerei GmbH & Co KG die Entwicklung der jahrelang brach liegenden Fläche der ehemaligen Brauerei Schall & Schwencke vor. Bis zum Jahr 2017 wollen Geschäftsführer Ulrich Bunnemann und sein Team das Areal schrittweise erneuern und dabei bis zu 30 Millionen Euro investieren.

Wer heute das 37 000 Quadratmeter große Gelände mit den teilweise zerfallenen oder von Vandalismus zerstörten Gebäuden sieht, braucht eine Menge Optimismus, um sich dort ein pulsierendes Stadtviertel vorzustellen. Von 1865 bis 1990 befand sich an der Ecke Werderstraße, Knaudtstraße die Schweriner Brauerei. Als der Projektentwickler Michael Saalfeld, dem Schwerin die Heizkraftwerke zu verdanken hat, das Gelände kaufte, eine Investition aber aufgrund vermeintlicher Altlasten und dadurch erheblicher Zusatzkosten unterließ, schien das Brauereigelände für eine städtebauliche Entwicklung verloren. Nun haben die Schweriner Investoren das Areal erworben und in groben Zügen bereits beplant. Viel Grün soll das neue Quartier erhalten, in dem sich hochwertige Loftwohnungen ebenso finden sollen wie Studentenwohnungen, Kleingewerbe und Gastronomie. Möglich sei den Investoren zufolge auch eine ökologische Energieerzeugung vor Ort – der Geschäftspartner Bunnemanns hat jahrelang in der Branche gearbeitet. Bei der Wiederbelebung des Areals wollen die Architekten um Bunnemann die bestehende Bausubstanz größtenteils erhalten. Für die Detailabstimmung laufen derzeit Gespräche mit der Stadtverwaltung, auch um einen Bebauungsplan für das neue Wohngebiet vorzubereiten.

Für die 10 000 Quadratmeter großen Hallen gäbe es noch keine konkreten Vorstellungen. Eine öffentliche Nutzung, beispielsweise als Sporthalle, sei denkbar. Selbst eine Badestelle können sich die Investoren vorstellen.