Vor zehn Jahren : Gymnasium auf der Kippe

Erst im Dezember 2018 wurde der Umbau des Gymnasialen Schulzentrum in Stralendorf beschlossen.
Erst im Dezember 2018 wurde der Umbau des Gymnasialen Schulzentrum in Stralendorf beschlossen.

Ludwigsluster Kreistag stimmte für Errichtung einer Gesamtschule in Stralendorf

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06. Februar 2019, 05:13 Uhr

„Die Genehmigung durch das Bildungsministerium steht zwar noch aus, doch die Errichtung einer Kooperativen Gesamtschule in Stralendorf scheint nur noch Formsache“, schrieb die Schweriner Volkszeitung vor zehn Jahren. Und weiter: „ Das Land hat den veränderten Schulentwicklungsplan für den Landkreis Ludwigslust genehmigt. Der Kreistag selbst stimmte am Donnerstag für die Gesamtschule.“

Wegen der sinkenden Schülerzahlen drohte die Schließung des Gymnasiums in Pampow mit damals 250 Schülern in den Klassenstufen sieben bis zwölf. Doch die Gemeinden des Amtes Stralendorf machten sich zusammen mit Lehrern, Schülern und Eltern für den Erhalt des gymnasialen Bildungsangebotes in der Region stark. Sie wollten die Zusammenlegung mit der Regionalen Schule Stralendorf. Dafür war das Amt bereit, die Trägerschaft zu übernehmen. Die Regionale Schule besuchten vor zehn Jahren rund 250 Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. Der Amtsausschuss einigte sich auf Stralendorf als Sitz der neuen Gesamtschule.

Nach ausführlicher Debatte stimmten die Ludwigsluster Kreistagsabgeordneten mit 43 gegen sechs Stimmen für die Zusammenlegung, zwei enthielten sich. Vertreter der CDU und Linke sahen die Gesamtschule als Erfolgsmodell der Zukunft. Die SPD stimmte gegen die Gesamtschule Stralendorf und sah eine zunehmende Abwanderung der Schüler nach Schwerin als unvermeidlich. Die Abiturplätze an den Gymnasien in Schwerin und Hagenow würden ausreichen. Daher seien die Investitionen in Stralendorf nicht zu verantworten. Dafür waren rund drei Millionen Euro vorgesehen.

CDU-Fraktionschef Andreas Petters bezweifelte, dass der Kreis in der Vergangenheit alles getan habe, um das Gymnasium Pampow zu stärken. Diese Kritik wies Landrat Rolf Christiansen (SPD) zurück. Er plädierte für die neue Schule, um so viel Bildung wie möglich vor Ort zu erhalten.

Letztendlich entstand in Stralendorf das „Gymnasiale Schulzentrum“, bestehend aus Regionaler Schule, Gymnasium und Grundschule. Seit zehn Jahren wird über einen Umbau diskutiert.

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