Stralendorf : Geschichten von Heinrich Seidel

Heinrich Seidel, 1903 porträtiert von Paul Brockmüller
Heinrich Seidel, 1903 porträtiert von Paul Brockmüller

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21. November 2018, 10:07 Uhr

„Man hat immer geglaubt, Gasbeleuchtung und Eisenbahnen seien der Tod der Gespenster. Das ist nicht richtig; ein Gespenst gewöhnt sich an alles“. So beginnt die 1878 veröffentlichte Geschichte „Die Nebeldroschke“ von Heinrich Seidel, in der ein gewisser Tobias Gründler dieses seltsame Fahrzeug „aus eigener Anschauung und Benutzung kennengelernt hat.“

Zu einer Lesung unter dem Titel „In Berlin mit der Nebeldroschke unterwegs und andere merkwürdige Geschichten von Heinrich Seidel“ wird am 24. November ins Wittenburger Rathaus sowie am 1. Dezember in die Stralendorfer Amtsscheune eingeladen. Es lesen die Journalisten und Heinrich-Seidel-Kenner Mario Kriening und Jürgen Seidel. Die musikalische Begleitung übernehmen der der Schweriner Saxofonist und Saxofon-Lehrer Ingolf Drabon und seine Violoncello-Kollegin Elena Sumarokova.

Der in Perlin als Pastorensohn geborene Schriftsteller und Ingenieur Heinrich Seidel (1842 bis 1906), der einen großen Teil seiner Jugend in Schwerin und die meiste Zeit seines erwachsenen Lebens in Berlin verbrachte, hatte einen feinen Humor und eine Vorliebe für merkwürdige, teils sogar gruselige Geschichten. Und der Leser kommt mehr oder weniger ins Zweifeln, ob es sich nicht doch so zugetragen haben könnte, wie der Erzähler behauptet.

Die beiden sonnabendlichen Seidel-Lesungen „In Berlin unterwegs mit der Nebeldroschke und andere merkwürdige Geschichten“ beginnen jeweils um 15 Uhr. Eintritt beträgt zehn Euro.

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