Pingelshagen : Die Malmädels vom Dorf

Der gut gelaunte dörfliche Malzirkel „Kreidekreis“ mit Leiterin Margret Weding (m.) und fotografierendem Bürgermeister (r.)
Der gut gelaunte dörfliche Malzirkel „Kreidekreis“ mit Leiterin Margret Weding (m.) und fotografierendem Bürgermeister (r.)

Die Frauen des Pingelshagener „Kreidekreises“ machen bereits seit 2006 bei der Aktion „Kunst offen“ mit.

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10. Juni 2019, 20:00 Uhr

Die gute Laune ist am Pfingstsonntag geradezu greifbar in den Gemeinderäumen von Pingelshagen. Die elf Frauen des Malzirkels „Kreidekreis“ stellen zu „Kunst offen“ auf zwei Etagen die Ergebnisse ihres Hobbys aus. „Wir hatten heute schon sehr viele Besucher“, erzählt Margret Weding stolz. Sie leitet den dörflichen Malzirkel, der sich einmal im Monat trifft. „Und viele Besucher sagen, dass sie es hier bei uns besonders schön finden. Weil wir so viele sind, gibt es so viele verschiedene Bilder zu sehen.“ Aquarelle, Acrylbilder oder Malereien in „Pouring-Technik“. „Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren“, erklärt Margret Weding vor zwei ihrer in dieser Technik ausgeführten Arbeiten. Auch die Familie von Porzellankünstlerin Sylvia Ludwig findet die Resultate bemerkenswert und bleibt lange davor stehen. Zuvor besuchten die Vier schon eine Gemeinschaftsausstellung in der „Alten Molkerei“ bei Klütz. „Im nächsten Jahr will ich wieder mitmachen“, beschließt Sylvia Ludwig, als ihr Magret Weding erzählt, dass vier Besucher heute nach ihrer Porzellanwerkstatt gefragt haben.

Im nächsten Jahr möchte Porzellankünstlerin Sylvia Ludwig auch wieder bei 'Kunst offen' mitmachen.
K. Frick

Im nächsten Jahr möchte Porzellankünstlerin Sylvia Ludwig auch wieder bei "Kunst offen" mitmachen.

 

„Ich finde das toll, dass die Malmädels seit 2006 jeden Pfingstsonntag ans Bein binden, um bei ,Kunst offen‘mitzumachen“, sagt der Pingelshagener Bürgermeister. Reimond Weding stellt heute selbst aus, der Rentner ist Hobbyfotograf. „Meine Tochter Maria ist verantwortlich für das Marketing der Designschule in Schwerin. Sie hat mir vor einiger Zeit einen Fotokurs geschenkt. Das hat richtig was gebracht.“ Seitdem fragen sogar die Models von den Modenschauen der Schule Reimond Weding, ob er von ihnen Fotos für ihre Mappen machen könne. Einige dieser sehr sehenswerten Fotografien waren am Sonntag zu sehen.

Die Frauen des Pingelshagener Kreidekreis wollen auf jeden Fall weitermachen mit ihrem Malzirkel. „Wir würden uns freuen, wenn ein paar Jüngere aus dem Dorf mitmachen“, sagt Renate Rabe. Die jüngste Hobbymalerin ist 60. „Und wir warten noch auf einen Mann“, scherzt Karin Segebarth. Die Diplom-Ingenieurin ist mit ihren naturalistischen Bildern, die teilweise wie Fotografien wirken, sehr erfolgreich. Einige davon konnte sie schon verkaufen. Zum jährlichen Adventsbasar wird es mit den Werken aller Pingelshagener Malmädels wieder einen Kalender geben.

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