Retgendorf : Altar in neuem Glanz

Mit Fotos vom Altar vor und nach der Sanierung bedankten sich gestern Dirk Böttcher (l.) und Dirk Tornier vom Förderverein „Fünf Türme“ beim Restaurator Heiko Brandner (re.).
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Mit Fotos vom Altar vor und nach der Sanierung bedankten sich gestern Dirk Böttcher (l.) und Dirk Tornier vom Förderverein „Fünf Türme“ beim Restaurator Heiko Brandner (re.).

Ungewöhnliche Spendenaktion hatte Erfolg: Kirchgemeinde Retgendorf weihte gestern ihren restaurierten 500 Jahre alten Altar ein

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07. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Das kleine Wunder ist vollbracht: Retgendorfs Kirchgemeinde hat gestern feierlich ihren restaurierten 500 Jahre alten Altar eingeweiht. Möglich gemacht haben das die Retgendorfer selbst. Denn die 18 000 Euro für die Restaurierung sind allein durch Spenden der Einwohner zusammen gekommen. „Ich bin sehr überrascht, wie schnell das ging“, sagt der Retgendorfer Martin Scriba. Er ist sich sicher, dass vor allem die Idee hinter der Spendenaktion der Grund dafür ist. Denn der Förderverein „Fünf Türme“ hatte Geldgeber für jede einzelne Altarfigur gesucht. Mit einer Summe von 600 Euro pro Figur konnten sie persönliche Patenschaften übernehmen. „Wir waren von Anfang an begeistert von der Idee“, sagt Mareike Hewelt. Sie hatte sich gemeinsam mit ihrem Mann die Figur des Johannes ausgesucht. „Damit überraschen wir unsere Söhne zu Weihnachten“, sagt die Retgendorferin. „Die beiden haben sich das gewünscht, weil sie so viele gute Erinnerungen mit dieser Kirche verbinden. Sie sind hier getauft und konfirmiert worden.“ Auch Regina und Jürgen Prestin aus Schwerin haben sich an der Aktion beteiligt. „Wir haben uns hier in Retgendorf vor mehr als 50 Jahren im Konfirmantenunterricht kennen gelernt“, erzählt Jürgen Prestin. Er ist Mitglied im Schweriner Rotary-Club, der den Erlös seines Glühweinverkaufs vom vergangenen Schweriner Weihnachtsmarkt für die Altarsanierung in Retgendorf spendete. Als Dankeschön für ihre Spende erhielten die Paten gestern Urkunden mit Fotos ihrer Figuren vor und nach der Sanierung. Auch Restaurator Martin Brander bekam ein Foto. „Es war ein sehr schönes Arbeiten hier in Retgendorf“, sagt er. Ab und zu hätten ihn die Einheimischen einfach so in der Kirche besucht, ihm zugeschaut und sich von ihm die Arbeit erklären lassen. Unterstützt hatten den Restaurator auch seine Kollegin Karolin Wiench und der Bildhauer Axel Schulz. Ein Tischler wird den Altar noch rahmen. Damit er vor Licht und Wärme geschützt ist.

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