Bahnstrecke Schwerin-Ludwigslust : Uneinsichtige Autofahrer legen Zugverkehr gleich zweimal lahm

von 13. November 2020, 14:50 Uhr

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Der Kombi fuhr sich in den Gleisen fest. Der Fahrzeugführer versuchte trotz Sperrung den Bahnübergang zu überqueren.
Der Kombi fuhr sich in den Gleisen fest. Der Fahrzeugführer versuchte trotz Sperrung den Bahnübergang zu überqueren.

Fahrer ignorierten Sperrung und fuhren sich in Gleisen fest. Stundenlange Sperrungen waren die Folge.

Gleich zweimal sorgten Autofahrer am frühen Mittwochabend für stundenlange Sperrungen der Bahnstrecke Hamburg-Schwerin. Beide ignorierten eine Sperrung für die Baustelle am Sülstorfer Bahnübergang. Die Folge: Sowohl der 46-Jährige als auch eine 20-jährige Fahrerin blieben mit ihren Autos in den Gleisen stecken. Einsatzkräfte müssen wieder ran Der erste Notruf erreichte die Bundespolizei gegen 17.15 Uhr. Ein 46-Jähriger Mann hatte sich mit seinem Kombi auf den Gleisen festgefahren. Da das Fahrzeug nicht mehr aus eigener Kraft aus den Gleisen kam, musste es durch die Feuerwehr geborgen werden. Die Strecke musste für die Dauer der Bergung für rund 1,5 Stunden (17:20 bis 18:30 Uhr) gesperrt werden, denn trotz der Bauarbeiten findet auf der Strecke weiterhin Schienenverkehr statt. Keine Stunde später mussten die Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn erneut zum Bahnübergang ausrücken. Diesmal war es eine 20-jährige Fahrerin, die trotz der Baustelle versuchte den Bahnübergang zu überqueren. Auch sie fuhr sich im Gleisbett fest, konnte aber ohne Fremdhilfe den unmittelbaren Schienenbereich mit dem Fahrzeug verlassen. Dabei wurde das Fahrzeug aber so stark beschädigt, dass es hinter den Bahngleisen zum Stehen kam und nicht mehr fahrtüchtig war. Polizei mit eindringlichem Appell Auch hier musste die Strecke für rund 20 Minuten (19:22 bis 19:33) gesperrt werden Die Schadenshöhen an den Fahrzeugen und Gleisen müssen noch ermittelt werden. Durch die Streckensperrungen kam es bei insgesamt neun Zügen zu 145 Minuten Verspätungen und zwei Teilausfällen. Gegen die beiden Fahrzeugführer wird nun durch die Bundespolizei hinsichtlich strafrechtlicher Konsequenzen ermittelt. In diesem Zusammenhang appelliert die Bundespolizei an die Autofahrer. "Seien Sie vernünftig! Wir wollen, dass Sie sicher zur Arbeit und zu Ihren Familien kommen. Deshalb nehmen Sie lieber einen Umweg in Kauf, als ihr oder das Leben anderer bzw. ihre Gesundheit und anderer zu riskieren"....

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