Schwerin : Täter betrügen 80-Jährige um 21000 Euro

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Bislang unbekannte Täter haben eine Rentnerin mit einer Betrugsmasche dazu bewogen, ihnen einen großen Geldbetrag zu übergeben. Zuvor hatten sie die Frau mit Anrufen terrorisiert.

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13. Februar 2019, 11:48 Uhr

Am Dienstagabend meldete sich eine ältere Frau bei der Schweriner Polizei und erkundigte sich telefonisch über den Stand der Überprüfung des von ihr übergebenen Bargeldes. Den Beamten war sofort klar, dass die Frau auf eine Betrugsmasche hereingefallen war.

Nach ihren Angaben war sie am Abend zuvor von einem Mann angerufen worden, der sich als Mitarbeiter des LKA Berlin ausgegeben hatte.

Unter dem Vorwand, dass eine rumänische Einbrecherbande gefasst wurde und ihre Adresse samt Kontodaten gefunden wurden, begann der Mann die Rentnerin einzuschüchtern. Möglicherweise könne es zum Einbruch in ihre Wohnung kommen, ihr Konto sei ebenfalls gefährdet. Die Polizei werde sich wieder melden, hieß es, sobald neue Erkenntnisse zu vermelden sind.

Am Telefon Angst gemacht

In der Nacht zu Dienstag rief gegen 1 Uhr eine anderer Mann erneut an und machte der Frau weiter Angst. Das Telefon klingelte gegen 4.30 Uhr, der Anrufer teilte mit, dass es bereits mehrere Zugriffsversuch auf das Konto der alten Dame gegeben hätte.

Gegen 8 Uhr wurde die 80-Jährige aufgefordert, unbedingt das Geld abzuheben, da die Sicherheit des Kontos nur noch am Vormittag gewährleistet werden kann.

Die Frau ging zur Bank und hob das Geld ab. Sie erzählte zuvor der besorgten Bankmitarbeiterin eine glaubhafte Geschichte.

Am Dienstagnachmittag meldeten sich die Tatverdächtigen erneut und erklärten, dass derzeit durch Bankfilialen sehr viel Falschgeld ausgezahlt werde. Ein Mitarbeiter des LKA Berlin würde mit einem Testgerät vorbeikommen und das Bargeld überprüfen.

Geld an Wohnungstür übergeben

Die Frau willigte ein, gegen 15 Uhr erschien ein Mann an ihrer Wohnungstür. Durch eine sehr geschickte Gesprächsführung überzeugte der vermeintliche Polizist die Frau davon, das Bargeld in Höhe von 21000 Euro zu übergeben.

Gegen 16 Uhr erfolgte ein weiterer Anruf. Es sei überraschend viel Falschgeld festgestellt worden, teilte der Anrufer mit.

Die 80-Jährige versuchte nach etwa einer Stunde, den Anrufer selbst zu erreichen. Eine Computerstimme teilte mit, dass die Nummer nicht vergeben sei.

Der zur Geldübergabe erschienene Mann soll etwa 170 Zentimeter groß und von kräftiger Statur sein. Er war 30 bis 35 Jahre alt und hatte ein rundes, volles Gesicht. Bekleidet war er mit einer dunklen Schiebermütze, einer dunkelblauen Winterjacke und einer dunkelgrauen Hose. Die Täter sprachen nach Angaben der Geschädigten deutsch mit osteuropäischem Akzent.

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